Mittwoch, April 27, 2005

Unvergessliches Wochenende in Lappland

Donnerstag 21. April 2005


Tja am Donnerstagabend war es soweit. Mit dem P61, dem „Santa Claus Express“ ging es von Riihimäki ab in Richtung Kemijärvi. So knapp 14 h Fahrt lagen vor uns und dass im normalen Großraumwagen.




Unser "Santa Claus Express"

Nachdem wir voll beladen wie zwei Lastesel den ganzen Zug durchmarschiert sind, kamen wir endlich in den Abteilen des „Pyhä-Express“ an. Glücklich ließen wir uns auf unsern Sitzen nieder. Gleich wurden wir von Leandro einem Brasilianer begrüßt der in Helsinki Mikrobiologie studiert und schon seit zwei Jahren hier in Finnland lebt. Ist mir etwas unverständlich wie man aus Rio de Janeiro weggehen kann um dann vier Jahre im kalten Finnland zu studieren. Brrrrr!!!




Unsere zwei Herren der Schöpfung
beim synchronen Schnarchkonzert
(links Leonardo und rechts Tobias)


Es ist schon zu Piepsen was man bei so einem Ausflug alles erleben kann. Nach ein bisschen englischer Konversation haben wir festgestellt dass der Hintermann von Leandro aus Bayern kommt und wir uns ganz bequem auf Deutsch unterhalten können. Schöööön!
Außerdem hat er nach ner Weile gemeint ob wir mal was typisch Bayrisches probieren möchten, und zauberte dann aus seinem Rucksack einen Becher Obazda und ein Baguette. So saßen wir dann im Zug unterwegs Richtung Lappland und haben bei bayrischen Spezialitäten die Unterschiede zwischen bayrischer, schwäbischer und brasilianischer Brezel diskutiert. Ja man höre und staune auch in Brasilien gibt’s Brezeln!! Aber wenn man Tobias glauben darf dann sind die bayrischen einfach unschlagbar, aber das müssen wir noch ausdiskutieren ;-))


Freitag 22. April 2005


Nach der Ankunft um 11.30 Uhr am Bahnhof von Kemijärvi ging’s dann weiter mit dem Bus Richtung Pyhä direkt ins Skigebiet. Kemijärvi ist eine Stadt in der finnischen Provinz Lappland (finn. Lapin lääni).Die Stadt, am gleichnamigen See (finn. järvi heißt "See") und am Fluss Kemijoki gelegen, erstreckt sich über 3.929,7 km², wobei 427,56 km² davon Wasser sind. Sie hatte 2001 10.500 Einwohner, von denen ca. 60% im Ortszentrum leben. Kemijärvi ist die nördlichste Stadt Finnlands und auch die nördlichste Bahnstation der Finnischen Staatsbahn. Sie ist ein wichtiges Industrie- (v.a. Holzverarbeitende Industrie) und Fremdenverkehrszentrum (Skigebiet Pyhä in 50 km Entfernung) und bildet den Ausgangspunkt für die Region Nordost-Lappland.

Zwischendrin gab’s einen kurzen Stopp wo wir von dem Pyhä-Maskottchen, einem großen Rentier und einer Original Samii begrüßt wurden. Sie spielte für uns auf einer Trommel und trug uns dazu zwei unterschiedliche Joiks vor - einen typisch finnischen und einen ihrer Urahnen. Joik nennt man den traditionellen Sprechgesang der Samen.



Unsere Original-Samii, die uns mit Joiks begrüßt hat

Danach ging’s weiter zu unseren Unterkünften. Dort haben wir dann zusammen mit Lies, Astrid (beide aus Belgien) und Anu und Kati (aus Finnland) unsere Holy Suite Nummer 6 bezogen. Die beiden belgischen Mädels lernen Physiotherapeut und Kati studiert irgendwas mit Tourismus. Anu studiert Industrial Engineering wenn ich es noch recht weiß.







Unsere Wohnung von oben


Unsere Küche




Ja unsere Holy Suite. Wir hatten wirklich ne wunderschöne Ferienwohnung mit eigener Sauna, eigenem Kamin und Küche, Fernseher, drei Duschen, drei Doppelzimmer und alles ganz freundlich mit Holz ausgestattet und verteilt auf zwei Etagen. Von der Sauna aus konnte man durch ein kleines Fenster Richtung Hotel und See blicken. Hab da ganz alleine am Samstag nach unserem Ausflug zum Kurutheatre ne halbe Stunde lang in der Sauna gesessen und mit meinem Buch relaxt. Mmmmmh schön, so was sollte man zu Hause haben!







Wir hatten sogar einen eigenen Kamin


Unser Zimmer


Ich hab es getan!!!


Am Freitagabend ging’s mit Großraum-Taxi zum See in die Rauchsauna. Weil wir nur ein Taxi hatten das immer hin und her fuhr haben wir in einer schnuckeligen Hütte am Lagerfeuer auf die anderen gewartet.




Warten auf die Rauchsauna


Unsere Gruppe war die erste, die in die Sauna durfte. Rauchsauna ist die traditionelle Art von Sauna, so wie sie noch auf dem Lande oder in Museen anzutreffen ist. Die Wände sind aus dicken Balken gebaut, der Ofen besteht meistens aus Natursteinen, einfach übereinander geschichtet. Die Sauna wird 3-5 Stunden mit Holz geheizt, so dass der Rauch durch die Steine in den eigentlichen Saunaraum steigt. Dabei hält man die Tür eine Spalte offen, der Rauch schwärzt den Raum, aber wenn der Ofen heiß ist und das Feuer ausgegangen ist, wird die Sauna noch gut gelüftet bevor die Badegäste rein gehen. In der heißen Rauchsauna gibt es keinen Rauch mehr. Wenn man Wasser auf die Steine wirft, spürt man die ruhige, langsam steigende, füllige Wärme die aus den großen Mengen von Steinen aufsteigt. Von der Rauchsauna kann man im Sommer und im Winter in den kleinen Teich, durch den ein kleiner Bach fließt, eintauchen. Das herrliche Prickeln im ganzen Körpern nach dem kalten Bad, wenn man wieder in der Sauna sitzt, ist wohl das beste, was die Sauna für den Körper bieten kann. Für die Seele gibt sie Ruhe und das große Erfolgsgefühl, wenn man den Sprung ins Eisloch gewagt hat.




Hier der Beweis das es wirklich ein Eisloch war


Ja, der große Sprung ins Eisloch, auch wir haben ihn gewagt. Nicht wirklich den Sprung aber langsam die Leiter runter. Und eigentlich war es gar nicht so schlimm wie ich es mir vorgestellt habe. Schon so kalt das einem irgendwie alles abstirbt, aber zu überleben. Und herrlich erfrischend. Deshalb waren wir auch gleich zweimal drin. Duschen waren leider keine vorhanden. In so alten Saunen gibt es meistens nur einen großen Topf mit kochendem Wasser und einem mit kaltem aus dem See. Das mischt man sich dann in einer dritten Schüssel zusammen und wäscht sich dann damit in der Sauna. Aber weil ja noch so viele Gruppen nach uns dran waren und auch nirgends ne Steckdose für den Fön zu finden war haben wir aufs waschen verzichtet und später die Dusche im Hotel vorgezogen.






Ja hier lacht sie noch... noch!


uaah ist das kalt!!!!





In der zweiten Hütte gab's nach dem Saunagang dann noch Würstchen, die wir uns am offenen Feuer grillen konnten. Wir haben dankend verzichtet da ja finnische Würste wie bereits schon erwähnt nicht wirklich der Knüller sind. Nach der Rückkehr ins Hotel ging’s dann noch bis morgens um drei in die Disco oder halt das was die Disco sein sollte!!! Man sollte es nicht glauben wie direkt man hier von den Finnen angebaggert wird, wenn sie einen in der Krone haben. Gerade zu eklig!! „ Ich bin interessiert in dir!“ Ja, ich aber nicht an ihm.



Samstag 23. April 2005


Am Samstag sind wir dann mit dem Bus zur Huskyranch gefahren. Nach einer na ja sagen wir mal grob geschätzt 5-minütigen Einweisung „Wie lenke ich einen Hundeschlitten“, hieß es „so jetzt dürft ihr selber fahren.“ Hinter der Ranch auf einem Waldweg warteten mehr oder weniger geduldig zwei Hundegespanne mit denen wir eine kurze Tour durch den Wald drehen durften. Einer als Schlittenführer, der andere als Passagier vorne im Schlitten. Und danach haben wir gewechselt. Das hat vielleicht einen Spaß gemacht. Aber die bekommen ein ganz schönes Tempo drauf so dass man zwischendrin immer wieder auf die Bremse stehen musste.





Der Musher und sein Kollege haben uns dann später noch an allen Zwingern durchgeführt und ein bisschen was über die Schlittenhunde erzählt. Es gibt mehre unterschiedliche Rassen.



Ein Teil unseres Gespanns

Siberian Husky

Der Siberian Husky ist ein ausgesprochener Laufhund. Er stammt vom Tschuktschen-Volk im Nordosten Sibiriens und "Husky" im Allgemeinen heißt "rau". Nicht weil sein Charakter rau ist -ganz im Gegenteil- sondern weil er ja ursprünglich in sehr rauen klimatischen Verhältnissen lebte. Sein Charakter lässt sich damit beschreiben, dass er sehr menschenfreundlich ist, äußerst sanft und wenn man das so sagen kann, auch leicht lenkbar. Wie fast alle nordischen Rassen ist auch der Siberian Husky Fremden gegenüber sehr aufgeschlossen und damit als Wachhund, trotz hoher Intelligenz, völlig unbrauchbar.




Sind die nicht goldig?



Alaskan Husky

Der Alaskan Husky ist der schnellste unter den Schlittenhunden. Er ist eine (gelungene) Kreuzung zwischen Siberian Husky, Labrador, Schäferhunden etc. Ansonsten sind seine Charakterzüge wie die eines Siberian Huskys. Was sein Äußeres angeht kann man sich nicht so festlegen, da er ja soviel verschiedene Erbmasse in sich trägt.



Genießer



Grönlandhund

Der Grönlandhund ist der Rohdiamant unter den nordischen Hunderassen. Er dient heute noch den Inuits auf Grönland als Jagdhund. Natürlich lassen da die harten Bedingungen einen nachhaltigen Eindruck. Da er ein ausgesprochener Arbeitshund ist, ist er weniger als Familienhund geeignet und bedarf viel Erfahrung aber auch Einfühlungsvermögen bei der Erziehung und Haltung. Er fühlt sich draußen unter seinen Artgenossen am wohlsten. Auch er kann alle möglichen Farbschläge annehmen.


Samojede

Dieser weiße kleine und freundliche Schlittenhund hat seinen Namen von dem russischen Nomadenvolk der Samojeden. So wie er aussieht ist er auch: freundlich, sanft, anschmiegsam, intelligent und äußerst geduldig mit Kindern. Da auch diese Rasse sehr selbstständig ist muss der/die Halter/in sehr viel Konsequenz und Liebe mitbringen.


Alaskan Malamut

Der Alaskan Malamut wurde das erste Mal von den Indianern vom Stamm der Malemuten im Nordwesten Alaskas gezüchtet. Durch seine Größe und seine Kraft war er ein perfekter Helfer. Er ist der größte und schwerste Schlittenhund von allen. Natürlich ist auch er ein ausgesprochener freundlicher Kumpane, der sehr anhänglich ist und bei konsequenter Erziehung äußerst lernfähig ist. Kindern und Fremden gegenüber ist er sehr aufgeschlossen.

Die kleinen kommen wenn sie ein Jahr alt sind ins Training und werden spielerisch an die Arbeit im Gespann gewöhnt. Auf der Ranch gab es 120 Hunde. Die kleineren Huskys sind die schnellsten, die größeren werden dann für Ausdauerstrecken benutzt. Aber durch die Bank durch sind alle sehr freundliche Tiere, viele davon mit unterschiedlich gefärbten Augen. Eins blau, eins braun. Wir durften sogar am Schluss einen drei Monate alten Husky auf den Arm nehmen. Nur die Fotosession hat ihm nicht ganz so gepasst.



zwar noch klein, aber trotzdem schon ganz schön schwer


Danach ging’s 300 m weiter zur Rentierfarm. In einem großen Tipi hat uns der nette Finne dessen Namen ich leider vergessen habe alles über Rentiere erzählt. Wir haben es uns währenddessen auf ner Bank, ausgelegt mit Rentierfellen, gemütlich gemacht. Tja und da ich euch nichts davon vorenthalten will was man alles über diese Tiere wissen sollte kommt hier die komplette Info:



mmmh scheiß Touris schon wieder im Kreis laufen...


Die Tiere leben in Herden den ganzen Sommer über frei im Wald. und auf der Steppe. Jedes von ihnen ist mit einer Ohrmarke gekennzeichnet damit es seinem Besitzer zugeordnet werden kann. Die Weibchen werden im Winter von den männlichen Rentieren gedeckt und bekommen dann im Mai/Juni ihre Jungen. Sowohl männliche als auch weibliche Tiere tragen ein Geweih, das sie einmal im Jahr verlieren. Die Weibchen verlieren ihres erst nach der Geburt der Jungen. Sie benötigen es am Anfang noch, um die Kleinen zu beschützen. Diese brauchen einen ganzen Tag um stehen zu können, einen um zu laufen und dann rennen sie aber so schnell dass man sie nicht mehr fangen kann.



so ganz geheuer ist der mir ja nicht


Im Sommer werden die ganzen Herden auf den Wiesen zusammen getrieben um die Babys zu markieren und ihnen die Ohrmarken ihrer jeweiligen Besitzer zu verpassen. Dabei helfen den Züchtern die Moskitoschwärme. Die Herde rottet sich wegen ihnen nämlich zusammen damit der innere Teil der Herde vor den Angriffen der Moskitos geschützt ist. Das dünne Sommerfell bietet nämlich kaum Schutz vor den Attacken der Blutsauger und ein Tier kann an einem einzigen Tag unter "Großangriffen" bis zu einem Viertelliter Blut verlieren!

Die so bereits zusammengetriebene Herde wird dann einfach nur noch Richtung Zaun gelenkt und dort werden die Jungen dann mit ihren Ohrmarken versehen nachdem man festgestellt hat welches Kalb zu welcher Mutter gehört.

Im Spätjahr, wenn es an die große Zählung der Herden geht hilft ihnen wieder ein Trick der Natur sich die Arbeit zu erleichtern. Es ist dann Brunftzeit und die Hirsche rufen sich ihre Kühe zusammen, so dass auch hier nicht jedes einzelne Tier mühsam aufgesucht werden muss.
Die Grenze der Rentiere muss bei 200.000 Stück gehalten werden damit die Anzahl noch im Einklang mit der Natur und der verfügbaren Nahrungsmenge steht.

Am Tag werden zehn Stück vom Auto überfahren, ungefähr 90% gehen in die Fleischproduktion oder werden schon vorher von ihren natürlichen Feinden wie Wolf, Bär, Fuchs, Golden Eagle und Co getötet. Da die Regierung sich bemüht diese Tiere hier wieder anzusiedeln gehen auch immer mehr Rentiere durch ihre Angriffe verloren.

Im Winter werden die Rentiere zusammen getrommelt und dann in eingezäumten Farmen gefüttert. Weil ein so rapider Holzabbau in Finnland betrieben wird wegen der Papierindustrie finden sie nicht mehr genügend zu essen. Die Flechten an den Bäumen reichen dann einfach nicht mehr aus.
Deshalb müssen sie in den Farmen mit Heu und Pellets überwintert werden.

Nach dem interessanten Vortrag sind wir dann noch als Kolonne, Schlitten an Schlitten gebunden 15 min durch den Park gefahren. Voll romantisch mal ganz abgesehen davon dass sich unser Rentier den ganzen Weg über seines Darminhaltes entledigt hat. :-((




Romantische Schlittenfahrt


Nach der Runde durch die Farm durften wir die Tiere noch füttern. Die nehmen alles mit ihren wulstigen Lippen auf, uns so war die Fütterung eine sehr kitzelige Angelegenheit.

Nach der Rückkehr haben wir dann noch ne 4 km lange Wanderung zu einem natürlichen Amphitheater gemacht. Das Kurutheater liegt in einer Schlucht. Dort werden im Sommer Theaterstücke aufgeführt. Nach einem recht abenteuerlichen Aufstieg zu den Zuschauerrängen wurden wir mit strahlendem Sonnenschein belohnt.








auf dem Weg zum Theater


in der Schlucht




Abenteuerlich deshalb, weil die komplette Treppe von Schnee bedeckt war und wir irgendwo zwischen Geländer und Schneebergen hochgeklettert sind. Von den Bänken aus konnte man bis ganz hoch auf den Berg und von dort aus bis zum See blicken, in dem wir am Abend vorher noch unser Bad im Eisloch genommen haben. Einfach atemberaubend schön.




Diana, Tobias und ich am höchsten Punkt
Lapplands den wir hochgeklettert sind


Hier im Souveniershop nahe beim Supermarkt haben wir auch endlich unser typisches Finnlandutensil gefunden, dass wir unbedingt haben wollten. Und zwar ein Paar Fäustlinge. In Finnland tragen die meisten im Winter Fäustlinge und nicht wie bei uns Fingerhandschuhe. Und das sind dann so richtig schöne dicke, mit einer Stickerei am Ende und verziert mit einer bunten Quaddel. Voll schön! Und wir sind jetzt eben auch stolze Besitzer solcher Kuschelfäustlinge.




Unsere Original-Finnenfäustlinge





Beim Souveniershop


Abends gab es dann am Buffet Rentier zum essen. Irgendwie makaber, oder? Aber Diana und ich hatten ja zum Glück kein Abendessen gebucht. Danach war auch wieder Party, aber die Band war so schlecht, dass wir es vorgezogen haben im Vorraum zu quakern. Plötzlich kam ne ganze Gruppe von uns in Schlafanzügen in die Bar, weil irgendjemand zu ihnen gesagt hätte es wäre Pyjamaparty. Wir haben sie dann eines besseren belehrt.

Allen voran in langen Unterhosen unser berühmtester Teilnehmer war Daniel Kübelböck. Ja ihr habt richtig gelesen. OK ich gebe es zu er war’s nicht selber, aber unser „Daniel“ aus Österreich hat genauso ausgesehen wie das Original, er war nur um Welten netter.


Sonntag 24. April 2005


Am Sonntagmorgen hat unser Betreuerteam dann noch die PyhöPoro Olympics organisiert, eine etwas verrückte Abwandlung der olympischen Winterspiele. Wir mussten mit Schneeschuhen Fußball spielen. Unsere Mannschaft bestehend nur aus Mädels hat das einzige Tor geschossen und dreimal dürft ihr raten wer es war!!!




Pyhä-Olympics


Danach hieß es mit so was ähnlichem wie Riesenskiern zu viert den Berg runter zu sausen, dann mit dem Teil ganz schnell hoch rennen damit die drei restlichen Teammitglieder wieder runter konnten.
Die nächste Aufgabe bestand darin in einem Schlitten den Berg hoch und runter zu fahren damit einmal die komplette Hälfte des Teams von oben nach unten kam und umgekehrt.
Bei der letzten Aufgabe ging es dann ans Schuhe wechseln und Langlaufski anschnallen und so ne Art Staffellauf zu absolvieren. Bis auf das eine Spiel mit dem Monsterski haben wir gegen unser Gegnerteam immer gewonnen und waren am Schluss der Spiele auf dem zweiten Platz.




The "Sweet Six" mit Rentier



Es war eigentlich genau wie bei richtigen olympischen Spielen, denn ich glaube soviel mehr Nationalitäten hat’s da auch nicht. Gut ein paar vielleicht. Wir waren hier auf jeden Fall 20 verschiedene Nationalitäten, anscheinend neuer Rekord. Unten mal eine kleine Zusammenstellung von wo überall. Einfach aufs Bild klicken dann wird’s groß, wie alle anderen übrigens auch.
Auf alle Fälle lag als immer ein lustiger Kauderwelsch in der Luft.





Hier mal der Überblick aus welchen Nationalitäten sich
unsere 60köpfige Gruppe zusammengesetzt hat



Danach gab's noch eine kleine Siegerehrung und dann hieß es wieder Abschied nehmen von unserer schönen Wohnung, vom Winter und vom unvergesslichen Lappland. Zurück zum Bahnhof nach Kemijärvi und dann wieder mit dem Zug Richtung Helsinki. Während der Fahrt haben wir uns die Zeit mit allerlei Blödsinn vertrieben. Erst haben wir versucht flämisch, finnisch und deutsch zu lesen. Wobei man ganz klar zugeben muss dass den Finnen deutsch zu lesen leichter gefallen ist als uns finnisch. Da war sogar flämisch noch einfacher.

Bei einem kurzen Zwischenstop in Rovaniemi haben wir die Gelegenheit noch mal wahrgenommen und die letzten Gruppenfotos geschossen.

Rovaniemi ist eines der vielseitigsten Reiseziele in Lappland. Hier, am Zusammenfluss der beiden mächtigen Ströme Kemijoki und Ounasjoki verbinden sich lappländische Natur und europäisches Stadtleben zu einem einmaligen Ganzen, das Besucher aus aller Welt in Staunen versetzt.

Eine Attraktion mit internationalem Ruf ist natürlich der Polarkreis mit dem darauf angelegten Werkstattdorf des Weihnachtsmannes. Hier hat ER seine Empfangshalle und wartet nur auf Besuch. Er unterhält hier seine eigene Post, auf der man im Voraus Weihnachtsbriefe für Freunde und Verwandte bestellen kann. Wir hatten leider keine zeit das zu besichtigen, aber Tobias hat es noch geschafft einen Teil des Postamtzeichens zu fotografieren.




Tja schade, dass es nicht ganz drauf ist, aber man kann

es noch erkennen --> das Postamt vom Weihnachtsmann



Na ja und dann hieß es halt Zeit absitzen, aber irgendwie ist die Heimfahrt dann doch viel zu schnell vorbeigegangen. Haben uns aber auch die Zeit mit Spielen vertrieben, vielleicht deshalb. Was für Spiele das könnt ihr ja unten auf dem Foto sehen.




Was man nicht allles macht wenn einem langweilig ist,

aber in der Multikultibesetzung machts richtig Spaß



Unsere Reiseleiter waren übrigens alles Tourismusstudenten, deren Abschlussarbeit unser Ausflug nach Lappland war. Sie haben ihn organisiert, durchgeführt und werden ihn später noch dokumentieren, sozusagen als Diplomarbeit. Hoffentlich gibt’s auch bald auf der Pyhähomepage die restlichen Fotos von unserem Trip.




Unser Betreuerteam, zumindest ein Teil davon




PS: Als ich hier grad damit beschäftigt war meinen Weblog wieder auf den neuesten Stand zu bringen, habe ich wie immer SWR3 übers Webradio gehört. Die ganze Zeit wurde wie wild gegrüßt und da dachte da kann ich doch einfach auch mal Grüße senden. Gesagt, getan. Und 5 min später klingelt mein Handy und Jochen Graf war dran und wir haben zusammen über meine Lapplanderlebnisse geplaudert ;-)

Was man so alles im Praxissemester erleben kann!


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