Petri Heil am Mökki
Am Freitag hatte uns Lasse netterweise auf das Mökki seiner Eltern eingeladen.
Wir waren ja vorgewarnt von ihm, dass wir uns auf einen Abend ohne Strom und ohne fließend Wasser einrichten müssen, weil das Mökki noch eins der alten sei.
Tuomas hat uns kurz vor halb fünf abgeholt. Zusammen sind wir dann mit dem Zug nach Lapilla, wo uns Lasse abgeholt hat. Mit dem Wagen ging es nach noch 10 Minuten weiter Richtung See. Am Mökki angekommen brannte da schon das Feuer im selbst zusammen gezimmerten Grill, denn wir waren ja auf ein Barbeque verabredet. Da uns die finnischen Würste ja nicht schmecken sind wir heut morgen extra noch zum Lidl gelaufen um ein paar Nürnberger Rostbratwürste zu kaufen. Ach wie schön das es Lidl gibt.
Würstchen
Außerdem wollten Lasse und Tuomas ja schließlich auch mal deutsche Würste testen, nachdem wir ihnen schon so oft in den Ohren gelegen sind, dass sie doch soviel besser wie die finnischen schmecken. Lasse haben wir ja jetzt wenigstens soweit überzeugt, dass er zugeben kann, dass auch deutsche Würste schmecken. Aber Tuomas hat jetzt nicht gerade mit Begeisterung drauf rumgekaut. Dafür mochte er den deutschen Senf.
Tuomas und Lasse
Auch wir haben einen zweiten Versuch gewagt mit den finnischen Würsten, denn Lasse hatte welche gekauft die sage und schreibe 74% Fleisch enthalten haben. Und jetzt festhalten es gibt hier nämlich auch Klasse B – Würste die gerade mal 16% Fleisch enthalten. Bei dieser Zahl kann man sich vorstellen wie sie schmecken. Und das waren glaub ich genau solche, wie wir sie das erste Mal bei unserm Outdoorwochenende in Evo bekommen haben. Da soll man mal keine Abscheu entwickeln. Wenn mal in ner Wurst mehr Mehl und sonst was, wie Fleisch ist dann ist doch etwas schief gelaufen, oder? Aber dafür gab's als Dessert gegrillte Banane mit Schokofüllung. Das war lecker, aber seht selbst auf dem Foto.
Gegrillte Banane
Nach erfolgreichem Würstchen grillen ging’s dann mit dem Ruderboot raus auf den See zum Angeln. Und die Übungsstunden zu Hause auf dem Trockenen haben sich auch gleich bezahlt gemacht. (Dank an Papa ;-) ). Nach 20 min hab ich meinen ersten Hecht aus dem See gezogen. Gezappelt hat es wie ein großer, war dann leider aber nur so ein 15 cm Mini den wir wieder rein geworfen haben. 10 min später hing der Doofi das zweite Mal an meinem Haken.
Entenfamilie
Wie kann man sich nur zweimal im selben Blinker verbeißen. Jetzt hat er halt gleich die Löcher von zwei Mal piercen im Maul. Dann ging’s gemächlich weiter auf dem See und ne Weile später hat es zum dritten Mal an meiner Leine gezappelt. Dieses Mal waren es so ungefähr 20 Zentimeter Hecht an meiner Leine. Ihm haben wir aber auch wieder die Freiheit geschenkt. Satt waren wir ja schon. Und dann als es sich endlich rentiert hätte war ich vielleicht ein kleines bisschen zu langsam und die Angel zu schwach. Denn als endlich was Großes an meiner Angel gezappelt hat, war die Schnur vorne so blöd am Bug rum das ich nicht richtig anziehen konnte, und der Fisch unterm Boot durchgeschwommen ist. So konnte er sich vom Haken lösen und wir haben in die Röhre gekuckt. (So hat mir das zumindest Lasse erklärt)
Aber ich komme wieder!! Wie sagt Arnie so schön: I´ll be back!!
Hab ja schließlich schon Mal nen großen Hecht mit 14 am Faaker See im Sommerurlaub gefangen. War zwar mit seinen 55 cm fünf cm unter dem Schonmaß, aber das haben wir nicht so eng gesehen und ihn trotzdem rausgezogen. Aber gegessen hab ich nix davon.
Tuomas hat dann am Schluss noch einen in der Größe von meinem dritten gefangen, aber er konnte in nicht mehr zurück werfen, weil er sich so dermaßen im Blinker verbissen hatte. Wir haben ihn dann mit ans Ufer gezogen. Tuomas in der Hoffnung, dass ein Riesenfisch ihn als Köder erkennt. War dann aber leider nicht so.

Hauki (Hecht) am Haken leider nur der von Tuomas
Wir haben uns dann ins innere des Mökkis verkrümelt, wo dann in der Küche der Ofen und die Sauna angeheizt wurden. Ja richtig gelesen Sauna. Und wenn das Mökki noch so alt ist, eine Sauna muss sein. Wir hatten aber leider keine Handtücher mit und haben diesmal auf Sauna verzichtet und gelesen. Die beiden sind hinterher sogar noch in den See, aber es war wohl noch etwas frisch. Könnte man zumindest aus dem Gekreische von Lasse schließen, als er kopfüber hinein gesprungen ist.
Und ich weiß jetzt auch warum es in vielen Mökkis gar keinen Strom gibt. Die brauchen das einfach nicht. Wir sind um 23 Uhr immer noch nur bei ein bisschen Kerzenschein und Tageslicht dagesessen. Das ist was wirklich Beeindruckendes hier. Es ist jetzt vielleicht höchstens noch drei Stunden nachts etwas dunkler, aber auch dann nicht richtig finstere Nacht. Man kann immer noch am Horizont nen hellgelben mit blau vermischten Streifen erkennen. Das schlimme daran ist nur, ich find keinen Abend den Weg ins Bett, weil man ja immer meint ist ja noch früh, weil es so hell ist.
Im Innern des Mökkis
Wir haben dann noch ein bisschen Karten gespielt und kurz vor zwölf ging es dann zurück nach Riihimäki. Tuomas und Lasse haben dann noch Wodka Ahoi probiert. Wir haben extra Ahoibrause von zu Hause mitgebracht. Hat sie aber nicht sonderlich beeindruckt. Um eins bin ich dann abgezwitschert, weil ich müde war.
Aber alles in allem war es ein richtig schöner Ausflug. Hätten wir am Anfang nicht gedacht.
Also ich glaub so ein Mökki ist ne richtig schöne Möglichkeit seinen Akku wieder aufzutanken. Einfach die Idylle genießen und relaxen. Es ist auch beeindruckend zu sehen wie plötzlich fünf Schwäne über einen hinweg fliegen. –bin mir vorgekommen, wie in Nils







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