Sonntag, Juli 10, 2005

Ausflug in den Serena wasserpark in Espoo

Am Samstag waren wir zusammen mit Tobias und seiner Freundin Katja in Espoo im Wasserpark Serena. Da bei uns in Riihimäki irgendwie der einzige Flecken Erde in Finnland ist wo es keinen See zum Baden gibt und dass Freibad dummerweise wegen Renovierung geschlossen ist musste halt eine Alternative her.

Also ging’s am Samstagmorgen mit dem Zug nach Helsinki und von dort sollte es eigentlich direkt mit dem Bus ins Freizeitbad gehen. Dieser ist uns dann aber leider kurz vor der Nase weggefahren. Und der nächste ging erst 1 ½ Stunden später, weil samstags kein so reger Busverkehr herrscht.


Tobias haben wir ja eigentlich schon am Freitag Abend gefragt , ob er mit uns mitkommt, aber da war er leider schon so ein paar Bier zum Opfer gefallen, die sich ihm gnadenlos aufgedrängt hatten und konnte uns daher keine konkrete Antwort mehr geben. Und als wir dann da standen ohne Bus, haben wir ihn kurzerhand angeklingelt ob er uns nicht in Helsinki einsammeln kann, er ist nämlich mit seinem Wagen hier. Wir sind dann aber mit nem anderen Zug bis nach Leppävaara gefahren, und dort hat uns Tobias dann vom Bahnhof abgeholt.

Wir sind dann erst noch mal kurz zu ihm mit ins Wohnheim, weil er sich erst noch was zu Essen machen musste. Während er sich Spaghetti gekocht hat, hab ich auf die stürmische Art seinen italienischen Mitbewohner Fabrizio kennen gelernt. Er hatte die Badezimmertür nicht abgeschlossen und ich bin reingestürmt. Wusste ja nicht, dass er da drin ist. Aber er war angezogen und beim Zähneputzen und ich hab die Tür auch ganz schnell wieder zu gemacht.

Als echter Italiener konnte er Tobi´s Kochkünste nicht mit ansehen. Der hat nämlich erst Spaghetti gekocht und dann im gleichen Topf über den Spaghetti die Soße. Hat aber geschmeckt. Nach dem Essen ging´s über den Stadtring noch mal zurück ans andere Ende von Helsinki um Katja abzuholen und dann endlich raus nach Espoo.

Der Wasserpark liegt etwas außerhalb aber schön im Wald drin. Nach happigen 17 € Eintritt konnte unser Wasserspaß beginnen. Der Innenbereich umfasst etwa 2000m2 und der Außenbereich noch mal 1000m2. Und da haben wir auch angefangen uns auszutoben. Es gab da ne riesen Rutsche im freien, die man zu zweit mit Minischlauchbooten runter düsen konnte. Das hat vielleicht Spaß gemacht.


Um einiges mehr als dieses kriminelle Ding, das wir danach runter sind. So was Ähnliches hat es auch schon mal am Weinfest gegeben nur ohne Wasser. Man schnappt sich eine Art Isomatte und muss dann auf dem Bauch Kopf voraus eine überbreite Rutschbahn runter, die wiederum in drei Einzelbahnen unterteilt ist. Zum Abbremsen ist unten einfach ne Vertiefung in der etwa kniehoch das Wasser steht und nach diesem Wassergraben geht es wie in ner Halfpipe wieder bergauf.

Ich konnte gar nicht so schnell schauen wie diese Matte mit mir ab ist, und ich weiß auch nicht mehr wie ich unten angekommen bin. Diana hat mir dann später erzählt dass es mich über den letzten Hubbel mit nem Riesenschwung drüber gehauen hat und dann bin ich im Wassergraben gelandet, und das nicht gerade sanft. Außerdem saß meine Bikinihose leider Gottes einen halben Meter tiefer. Hab das aber Gott sei Dank gleich wieder in Ordnung bringen können. Peinlich!! Man hätte dieses Bad auch ruhig als Nudistenanlage eröffnen können, so oft wie wir Mädels unsere Bikiniober- und unterteile wieder an die richtige Stelle gerückt haben. Also diese Mattenrutsche hätte vor unserm Tüv keine Gnade gefunden, und ich glaub auch ein paar andere Dinger nicht.


Drinnen ging es dann mit ner gemütlichen Runde in der Sauna weiter, weil wir dann doch ein bisschen ausgekühlt waren. Und nach dem Relaxen waren die großen Rutschen an der Reihe. Es gab eine „Black Hole“ genannt, aber da war uns die Schlange einfach zu lang. Aber die anderen waren auch nicht schlecht. Nur die grüne, die haben wir uns nicht runtergetraut. Die ging ziemlich steil schräg runter und dann gleich in eine enge Kurve. Und jeder der unten aus der Röhre schoss hat sich den Rücken oder sonst was vor Schmerzen gehalten.



ganz hinten kann man die grüne Rutsche sehen

Später haben wir uns dann noch gemütlich in die Sonne gelegt und etwas gedöst. Am Abend sind wir dann noch in Helsinki vorm Kunstmuseum einen Kaffe trinken gegangen und dann wieder zurück mit dem Zug nach Helsinki. War trotz einiger Schreckmomente ein lustiger und schöner Tag.