Hämeenlinna und Picknickausflug in den Park Aulanko
Nach ner halben Stunde Fahrtzeit sind wir dann in Hämeenlinna angekommen und dort dann aber erst zur Burg gefahren. Die hatte Tobi nämlich noch nicht gesehen. Danach ging es dann gleich weiter Richtung Aulanko. Hierbei handelt es sich um einen wunderschön angelegten Park der seine Anfänge um 1100 hat. Prähistorische Funde belegen, dass auf der Anhöhe Aulanko bereits zu Zeiten des Heidentums eine Schutzburg stand. Die alte Burg der Hämeer dürfte um das Jahr 1250 vernichtet worden sein, woraufhin die jetzige Burg Hämeenlinna zum Schutz des Sees Vanajavesi errichtet wurde.
Die Glanzzeit von Aulanko begann, als Oberst Hugo Standertskjöld (1844 - 1931) im Jahre 1883 den damaligen Gutshof Karlberg und dessen Ländereien erwarb. Standertskjöld, der als Waffenfabrikant in Russland zu Reichtum gelangte, ließ in Aulanko einen Gutshof und Parkanlagen errichten, wie Finnland sie nie zuvor gesehen hatte. Der gute Ruf von Aulanko drang schon damals über die Landesgrenzen hinaus, und lockte sogar viele Reisende aus Südeuropa an.
Hugo Standertskjöld ließ neue Fahr- und Fußwege sowie Pfade bauen. Der Wald wurde gelichtet, und der Waldboden von Steinen befreit. Zwei Teiche legte Standertskjöld an, wobei etwa einhunderttausend Kubikmeter Erde ausgehoben wurden, alles ohne Maschine! An den beiden Teichen, namens Wald- und Schwanenteich, wurden zahlreiche Wasservögel angesiedelt, darunter auch die seltenen schwarzen Schwäne. Im Park wurden Lustpavillons, die stattlichen Granitburg und die Bärengrotte errichtet. Im Jahre 1906 wurde auf der Anhöhe Aulanko auch ein imposanter Aussichtsturm fertig gestellt.
Und an dem Waldteich (Metsälampi) haben wir unser Lager fürs Picknick aufgeschlagen. Rings um den See rum stehen grobe Holztische und Bänke. Da haben wir uns dann an einem breit gemacht und unsere Leckereien ausgepackt. Und als wir nach dem großen Schlemmen noch ein wenig die Sonne ins Gesicht scheinen ließen kam auf Mal ein kleines Eichhörnchen aus dem Wald auf uns zugehüpft. Es war total zutraulich und hat sich auch gleich über das Stückchen Brot hergemacht, das Diana ihm hingeworfen hat. Und als das weggemümmelt war hat es uns aus seinen kleinen braunen Augen erwartungsvoll angesehen. Wir haben es dann noch ne Weile gefüttert. Es ist sogar soweit gegangen, dass es Tobias die Brotstücke aus der Hand gefressen hat.
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Unterhalb vom Turm geht es noch zur Bärenhöhle und weiter auf der Rundstraße zum Schwanensee (Joutsenlampi). Am Ende des Weges steht noch ein kleines rotes Häuschen in dem Tobias dann verwunschene Prinzessin gespielt hat. Das schönste an diesem Ausflug war die absolute Ruhe die nur ab und zu vom Gequake junger Enten oder dem Schrei einer Möwe unterbrochen wurde. So was werde ich schon an Finnland vermissen.














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