Montag, Mai 30, 2005

Endlich zurück Richtung Heimat

Am Donnerstag dem 19. Mai war es soweit, es ging endlich zurück Richtung Heimat.

Aber leider nur bis Dienstag. Weil ich es ja nicht erwarten konnte war mein Koffer schon seit Samstag fix und fertig gepackt. Mittags ging es los, erst mit dem Zug nach Tampere und von dort mit dem Bus zum Flughafen.

Das wir wieder Übergepäck hatten war klar, aber dass es so anstrengend wird haben wir uns nicht vorgestellt. Im Gegensatz zu Deutschland wurde hier nämlich auch unser Handgepäck gewogen. Und Rucksack und Laptoptasche hatten leider Gottes jeweils fast allein10 kg. In Deutschland wird der Laptop aber nicht als extra Handgepäck betrachtet. Dann hieß es umpacken noch mal Strafe zahlen und zu guter letzt den Rucksack doch noch als Gepäck aufgeben.

Im Flieger ging’s dann weiter mit nem furchtbar fetten Finnen hinter uns, bei dem jedes Mals der ganze Sitz gebebt hat, wenn er sich von hinten daran festhielt. Drei Reihen weiter hinten saßen ein paar Frauen, die die ganze Zeit gesungen haben. Ich kam mir vor wie in dem einem „Otto-Film“ in dem im Flugzeug alle singen „Es gibt kein Bier auf Hawaii“.

Mein Schatz hat uns dann am Flughafen in Frankfurt-Hahn abgeholt. Hach war das schön ihn endlich nach drei Monaten wieder knuddeln zu können. Zu Hause (in Friesenheim) wurde ich gleich von zwei Erdbeerkuchen erwartet, extra frisch gemacht und von ner wunderschönen Rose. Einfach schön daheim.







Am Freitag ging’s dann heim zu Mama und natürlich auch Papa. Die zwei haben mich ja schließlich auch vermisst. Mittags haben wir dann Franziska am Erdbeeracker abgeholt, weil ich ihr versprochen habe mit ihr Eis essen zu gehen. Außerdem musste ich ja meine Geschenke loswerden, eine riesengroße Toblerone („eckiger Schoklad“ – O-Ton Franziska),finnische Kekse und andere Schokolade und einen Butterstreicher aus Lappland.


Franziska mit ihrem Monstereisbecher

Alessandra meine zweite Nichte hat während meiner Abwesenheit so ein bisschen mit dem Laufen angefangen und war ganz verschmust.



Alessandra

Nach dem kurzen Ausflug nach Oberkirch ging’s zurück nach Friesenheim, wo wir abends dann gleich noch zusammen mit Holger das erste Mal gegrillt haben. Mmmmh war das fein!!

Garnelenspieße und Schloss-Schnitzel vom Metzger Müller. Sehr zu empfehlen ;-))

Samstagmorgen ging es dann zum langersehnten Friseurtermin. Man glaubt gar nicht was man nach 3 Monaten für ne Wolle auf dem Kopf hat. Und das hieß dann auch endlich wieder Auto fahren. Mmmmh schön, wenn man mal nicht überall hinlaufen muss. Bin mal gespannt ob sich mein Rumpelchen nach dem halben Jahr noch bewegen lässt. Steht ganz eingestaubt in der Garage.

Mittags kam Matthias mein Bruderherz durch und wollt mich drücken, und dann ging’s in Müller zum notwendigen Drogeriebedarf zu decken. So was gibt es hier nämlich überhaupt nicht. Dann hieß es ganz gemütlich Mutter-Tochter-Tag im Café Gmeiner. Und abends war große Grillparty mit Sascha, Betty, Erna und Holger. Hat zwar ein bisschen zwischendurch getröpfelt aber war nicht weiter schlimm.



damit die Finnen mal sehen, wie gute Würste aussehen

Holger und ich haben uns schon vor dem Essen unseren ersten Caipi gemacht, ohhhh war der gut. Das kennen die hier oben gar nicht, zumindest nicht mit Pitu nur mit Wodka. Wie sollte es auch anders sein. Hab ne feine Kreation erfunden. Ganz normal Limetten, brauner Zucker aber dazu jetzt noch frische Minzeblätter aus Mamas Kräutergarten und frische Erdbeeren vom Meieracker. Das ganze auch kräftig zerdrücken und mit Crusheis und Pitu auffüllen.

LECKER!!!

Sonntagmorgen haben wir dann angeln gelernt. Ja jetzt nicht sagen Angel raushalten und still sein das kann doch wohl jeder. Da gehört schon mehr dazu, ja ja. Erstmal hat uns mein Papa alle möglichen Arten von Köder erklärt. Also es gibt da Blinker, Schwimmer, mit oder ohne Beleuchtung und normale Würmer. Dann kann man mit nem Sargblei Grundangeln aber wir wollen ja keine Aale oder so was fangen. Dann haben wir gelernt mit was für einem Knoten der Wirbel an der Angelschnur befestigt wird und in welchem Abstand die Gewichte hinter den Schwimmer müssen. Nach der ganzen harten Theorie ging es nach draußen in den Hof um das richtige Werfen zu üben und das anschließende wieder einholen der Leine. Zur Belohnung gab es dann frischen Spargel mit Pfannenkuchen und Bruckersößle.



Alles Anglerlatein

Am Montag hieß es dann leider schon wieder Koffer packen und von daheim verabschieden, weil wir am Dienstagmorgen von Friesenheim aus gestartet sind. Vorher haben wir uns aber noch nen schönen Montagabend gemacht.Und diesmal war es am Flughafen richtig nett. Ich hatte nämlich leider schon wieder 19,4 Kilo (das war nur der Pitu und die drei Bücher!!) aber musste nicht ein Gramm Übergepäck zahlen. Außerdem wurde auch das Handgepäck nicht gewogen, aber da hatte ich mich eh zurück gehalten.

Um eins hieß es dann leider Abschied nehmen wieder für zwei Monate. Aber wir haben hier ja noch unsere Woche Urlaub im August in unserem gemieteten Möki mit eigenem Boot, eigener Sauna und direkt am See. Deshalb mussten wir ja auch Angeln lernen. Aber ich hab ja schon mal einen 55 cm Hecht aus dem Faaker See gefischt, vielleicht heißt es ja im August für mich auch wieder „Petri Heil“ !! Mal sehen wem das Anglerglück mehr beschieden ist.



Loveboat Mariella

Ja richtig gelesen Loveboat. Nein nein wir waren anständig. Aber anscheinend heißen hier die Partytouren, die man mit den Fähren hier machen kann wohl so. Hat uns zumindest Leandro, der Brasilianer, den wir in Lappland kennen gelernt haben so erzählt. Man kann diese 24h-Boottrips auch nur auf der finnischen Seite von Viking Line finden und nicht auf der deutschen. Am Sonntag den 15. Mai hat uns Lasse um halb zwölf abgeholt und dann ging’s mit dem Bummelzug nach Helsinki. Unsere Truppe bestand aus sechs Leuten, außer uns zwei alle aus Lasses Klasse. Tuomas, Olli, Matti, Markku, Lasse, Akki und wir zwei.



Hier ging unsere Reise los


In Helsinki angekommen ging’s dann zu Fuß Richtung Hafen. In der Schlange vorm Check In Schalter haben wir dann gleich Hannes kennen gelernt. Man kann Deutsche einfach am Akzent erkennen, wenn sie englisch reden. Nach ein bisschen warten ging es dann an Bord. Wenn man reinkommt hat man ja schon ein bisschen das Gefühl man befindet sich auf dem Traumschiff, aber das war es dann doch nicht ganz.



Zu Beginn der Fahrt hatten wir noch strahlenden Sonnenschein


Unsere Reise ging von Helsinki nach Marienhamm über Kappelskär. Zwischendurch wurde immer wieder mal angehalten, aber nicht um an Land zu gehen. Nachedem wir unsere Kabine in Augenschein genommen hatten ging es hoch in den großen Saal, wo wir auch die meiste Zeit verbrachten. Dort war gegen Mittag Karaoke angesagt. Eigentlich wollten Diana und ich ja auch singen, aber ehe wir dann mal ne Liste in der Hand hatten, waren die 2 Stunden auch schon ausgebucht. War aber glaub ich auch besser so, denn die Finnen haben Stimmern, da läufts einem kalt den Rücken runter. Wir bleiben dann doch besser dabei, bei mir im Zimmer mit der Cremetube in der Hand unser eigenes Karaoke zu machen.




Wir haben dann halt einfach ein bißchen
mit unsere Dooleysflaschen in der Hand mitgesungen



Den Jungs ging es glaub ich nur darum einfach Party zu machen und zu saufen. Diana und ich sind aber zu ihrem Entsetzen wie Touris mit dem Fotoapparat bewaffnet an Deck und haben fleißig schöne Bilder vom Sonnenuntergang geknipst. Aber was ist auch so schön dran die ganze Zeit in der Kabine zu sitzen und Wodka mit Apfelsaft und einem Stück Landjäger drin zu trinken???




bääh eklige Kombination


Abends war das Programm dann voll mit Auftritten von irgendwelchen Stars, welche die wir kannten und welche die uns gänzlich unbekannt waren. Los ging’s mit Hit Factory, die als eine Erholung für unsere Ohren vorwiegend in Englisch sangen, denn Karaoke war fast nur Finnisch und deshalb entsprechend langweilig für uns. Danach kam Mikko Leppilampi, wohl ein berühmter Filmstar der auch singt. Auf jeden Fall war die ganze Frauenwelt außer uns völlig aus dem Häuschen. Begleitet wurde er von Flipper, die später in der Nacht noch einmal zum Tanz aufspielten.







Ihr fragt euch jetzt sicher warum eigentlich „Loveboat“. Ja das haben wir uns am Anfang auch gefragt. Leandro, der Brasilianer den wir in Lappland kennen gelernt haben hat uns gesagt dass die Touren so heißen würden. Aber unseren männlichen Begleitern war diese Bezeichnung neu. Nun wir mussten nicht lange warten um selbst zu sehen warum. Es war komisch da waren einerseits wir ganzen normalen an Bord die einfach nur feiern wollten, und ältere Ehepaare, die zum Tanzen hierher sind. Es gab aber auch welche da hab ich des öfteren einfach nicht mehr den Mund zubekommen.

Da sind manche rum gelaufen, da wird´s einem schlecht. Welche, die sich jetzt nicht wirklich als Elfe bezeichnen können reingepresst in einen Minirock und Oberteile, die verzweifelt bemüht waren der gewaltigen Oberweite Heer zu werden ( Hat nicht immer so geklappt). Und dazu noch angemalt das es greller nicht geht. Mehr als das halbe Boot war schon um 17 Uhr sturzbesoffen. Und kurz darauf starteten auch die ersten Orgien. Da haben sich welche für 10 Minuten unterhalten und dann ging’s auch schon unter Deck zum Poppen. Und das waren keine Einzelfälle.











Na ja wir haben dann lieber „normal“ weitergefeiert und uns mit der Stimmung mitreißen lassen, die dann beim Auftritt des Star des Abends herrschte. Beim Auftritt von Maija Vilkkumaa hat der ganze Saal getobt. Sie ist ne ziemliche bekannte Sängerin, die zusammen mit Ihrer Band der Topact des Abends war. Außerdem war es jemand den wir auch kannten.
Kann es euch dann mal vorspielen, wenn ich wieder zu Hause bin. Irgendwann mitten in der Nacht( auf so ein Partyboot geht man ja nicht zum Schlafen) stand sie dann an der Bar und die Jungs wollten unbedingt ein Foto von ihr, haben sich aber nicht getraut zu fragen. Dann bin ich halt vor und hab jetzt auch ein Foto mit ihr.



Maija Vilkkumaa, ich, Markku und Akki (v.r.)

Als dann erst im großen Saal und später auch im kleinen Club die Lichter und auch die Musik ausgingen, war ich immer noch hellwach. Hatte ja nicht viel getrunken und wollte unbedingt noch den Sonnenaufgang fotografieren. Da ich Diana schon seit ein paar Stunden nicht mehr gesehen hatten mussten die Jungs als Begleiter herhalten. Denn alleine wollte ich dann auf dem Boot mit besoffenen, notge... Männern dann doch nicht umhertigern. Es war da dann so gegen dreiviertel fünf als ich in Begleitung von Markku, lasse und Matti hoch aufs Deck bin und ungefähr ne Stunde auf den Sonnenaufgang gewartet habe. Aber das war’s wert.






Wir sind dann noch kurz in Mattis und Markkus Kabine und gegen sechs bin ich dann ins Bett. Am Sonntag gab es dann noch das Finale vom Karaoke und dann waren wir auch schon fast wieder in Helsinki.

Sonntag, Mai 29, 2005

Semesterabschlussparty

Am Freitag den 13. (gruseliges Datum) gab es auf unserem Stockwerk noch ne Abschlussparty. Das Semester war an dem Tag vorbei und das musste natürlich nochmla ausgenutzt werden bevor sich alle in sämtliche Richtungen verstreuen. Wir hatten ja eigentlich gar keine Lust aber Minna und Lasse haben uns dann doch noch überredet mitzukommen. War ja schließlich gleich um die Ecke. Außerdem hat die Wand von Dianas Zimmer eh so von der Musik gewummert dass wir eh keine Ruhe gehabt hätten. Also noch mal kurz durch die Haare mit der Bürste und ab. War knallevoll in der Wohnung und überall standen Schuhe. Ja auch bei Party ziehen sich die Finnen die Schuhe aus obwohl es darauf auch nicht mehr ankäme bei dem sonstigen Dreck, der veranstaltet wird. Haben uns dann unters Volk gemischt und munter geplaudert.



Außerdem haben wir endlich die andern deutschen Mädels kennengelernt, die eigentlich direkt uns gegenüber gewohnt haben, von denen wir aber nie was gesehen haben. Sie waren aber nur drei Wochen für ne Art Kurzpraktikum in Riihimäki. Hab an dem Abend wieder Dinge gesehen die ich lieber nicht sehen wollte. Wie auf jeder finnischen Party waren alle ziemlich angeheitert wenn nicht sogar schon betrunken als wir gekommen sind. Und Exo mein Untermieter sozusagen (er hat sein Zimmer direkt unter meinem) hat erst angfangem mit Hannas Hilfe sich seines T-Shirts zu entledigen und leider Gottes folgte auch der Rest. Uuähh!!









Gegen eins wurden wir dann aber aus der Wohnung befördert weil ein paar der Bewohner dann schlafen wollten. Aber macht ja nix, war ja nicht die einzige Party im Haus. Wir sind einfach runter in den ersten Stock zur Hawaiiparty. War dann aber nicht mehr so der Brüller. Diana ist noch mit ein paar in den Club und ich bin um halb zwei hoch und in mein Bett.

Montag, Mai 02, 2005

Walpurgisnacht und 1. Mai oder eben Vappu

Bei uns heißt es Walpurgisnacht und Tag der Arbeit hier in Finnland sagt man einfach Vappu.

Aber so einen großen Unterschied gibt es eigentlich nicht. Gut, hier sind in der Nacht zum 1. Mai zwar keine Hexen auf ihren Besen unterwegs, allerhand los ist trotzdem. Vappu dient den Finnen hier den Frühling zu begrüßen, und es ist außerdem das Fest der Studenten und Arbeiter. Aber so wie es an den beiden Tagen in Helsinki ausgesehen hatte würde ich mal eher sagen Fest der Studenten. Aber auch Vappu und seine ganzen Traditionen, die an diesen beiden Tagen stets gepflegt werden, stehen in der Tradition der Walpurgisnacht.

Vappu wird in Finnland seit dem Mittelalter gefeiert und hat sich darüber hinaus seit 1870 zu einem großen Fest der Studentenentwickelt, von denen er besonders intensiv begangen wird. Finnische Studenten brachten diesen Brauch erstmalig 1865 von der Universität Lund in Schweden nach Finnland. Seit den 1980er Jahren hat es sich auch eingebürgert, dass die Vertreter aller Parteien große politische Reden halten.




An Vappu sieht man einfach alles

Wir sind ja eher wegen dem Vergnügen hin. Zusammen mit Aaron, Alexandros und Katrin haben wir die Vappufeierlichkeiten am Samstagmittag begonnen. Ganz Helsinki wimmelte an dem Tag nur so von Studenten aus allen Gegenden. An „Vapunaatto“ (Vorabend des ersten Mai) und am Vappu-Tag (1.Mai) selber sind die Städte fest in der Hand der Studenten. Aber auch alle Nichtstudenten, die einmal Abitur gemacht haben, tragen an diesem Tag ihre weiße Studentenmütze.



Mützenmeer


Die freiwillige Feuerwehr spielt zum Spektakel auf


Und genau um diese Studentenmütze hat sich auch das zweitgrößte Spektakel an diesem Tag gedreht. Als erstes Ereignis des Tages kann man den Einmarsch der Studenten in die Stadt ansehen. Dazu sammelten sie sich alle auf dem Campus, haben dort streng getrennt nach Fakultät Riesentrucks bestiegen und sind so in Helsinki als Parade eingefahren. Geendet hat der bunte Zug auf dem Senatsplatz. Von dort ging es dann weiter Richtung Hafen. Dort beginnen die öffentlichen Vappufeierlichkeiten damit, dass die Statue Havis Amanda um 18.30 Uhr gewaschen wird und eine Studentenmütze aufgesetzt bekommt.




Einfahrt der Trucks

Das ganze Spektakel war umsäumt von einer bunt schillernden riesengroßen Menschenmenge. Und überall sieht man die Studenten in ihrem bunten Studentenoveralls (finn. Haalarit). Der hat hier Tradition. Bei jeder Gelegenheit, die irgendwie mit dem Studium zusammenhängt wird dieser Overall getragen. Geziert mit Stickern, Anstecknadeln und Aufnähern. Viele tragen auch am Hosenbein oder Ärmel ein Stück eines anderen Overalls, vor allem bei Paaren ist das so. Er hat aber außer dem Wiedererkennungswert noch eine ganz andere und sehr wichtige Funktion. Er soll den dann doch meistens recht angetrunkenen Studenten und seine Kleidung vorm eigenen Mageninhalt und auch dem anderer schützen. Für viele gehört nämlich der übermäßige Konsum alkoholischer Getränke untrennbar zu Vappu.

Überall konnte man auf ein Meer von Mützen blicken. Aber nicht nur aktuelle angetrunkene Studenten sind an dem Tag unterwegs, ebenso Dr. Dr. Rechtsverdreher und Frau genauso wie Mama, Papa und Kind. Für die gibt’s überall Luftballons zu kaufen. Die ganze Stadt hat gewimmelt vor Ballonverkäufern. Und jeder steht da und trinkt währenddessen seinen Sekt. Je nach Facon direkt aus der Flasche, edel aus der Mini-Moet Chandon Fläschchen oder aus dem Glas. Wir haben uns aus Kostengründen mit Cider vergnügt. Überall erklingen auch Studentenlieder und es erinnerte mich so ein bisschen an die Verbindungen, die es bei uns gibt, egal ob schlagend oder nicht schlagend.



kleiner Clown, kleine Luftballons


Abends waren wir mit Tobias aus unserer Lapplandgang zu einer Party am Campus von Otaniemi verabredet. Die war aber leider nicht so der Brüller, so dass wir um eins wieder Richtung Helsinki sind und uns da noch was gesucht haben. Nicht mit mehr Erfolg verbunden, Leider!! Ich wäre ja sofort auf die Salsa Party, aber nicht der Rest der holden Mannschaft.




etwas chaotischer Picknickplatz


Morgens ging es dann ganz der Tradition folgend zum großen Picknick in den Kaivopuistopark, zusammen mit zigtausend anderer. Die meisten müssen da schon früh morgens angerückt sein. Auf alle Fälle war der ganze Park dicht bevölkert und zugepflastert mit Pavillons, fein gedeckten Tischen oder einfach nur riesengroßen Teppichgelagen. Es wurde gegrillt, gegrölt und gelacht.



Kaivopuistopark


Dieser Tag hat auch seine eigenen Spezialitäten. Zum einen Tippaleipä zum Essen und als Getränk Sima.

Bei ersterem handelt es sich um ein kleines Fettgebäck ähnlich unseren Striebele. Nur warme Striebele schmecken besser, wie diese harten Vogelnester.


Tippaleipä


Und über Sima kann ich nicht wirklich viel sagen, weil wir keinen probiert haben. Er besteht halt aus Zitronen, Zucker, Rosinen und Wasser und wird ähnlich wie Met hergestellt.

Hier mal das Rezept:

Zutaten

500g brauner Zucker

500g weißer Zucker

2-3 unbehandelte Zitronen

5l Wasser

1/4 bis 1/2 TL Trockenhefe

beim Abfüllen: Rosinen und Zucker

Zubereitung

Zitronen sorgfältig waschen und schälen. Zucker und Zitronenschale mit dem kochenden Wasser übergießen. Von den Zitronen die weiße Haut entfernen und die Zitronen in Scheiben schneiden, zu der leicht abgekühlten Flüssigkeit hinzufügen und bis auf Körpertemperatur abkühlen lassen. Hefe hinzufügen und für 1 bis 1 1/2 Tage vergären lassen.

Zum Abfüllen die Zitronenscheiben und -schalen entfernen. In Flaschen abfüllen und dabei je Flasche einen Löffel Zucker und einige Rosinen hinzufügen. Flaschen zunächst nur locker verschließen, erst am folgenden Tag den Verschluss anziehen und die Flaschen anschließend im Kühlschrank aufbewahren. Das Sima ist fertig, sobald die Rosinen aufschwimmen. Vor dem Verzehr noch einmal durchsieben.



smile! Schön mal wieder mit Seifenblasen spielen


Na ja alles in allem würde ich sagen Vappu ist ähnlich wie bei uns Fasent. Es gibt überall Verkleidungsutensilien zu kaufen, z.B. rote Plüschhandschellen oder aber so witzige Hüte, wie wir sie uns zugelegt haben. Und eben überall Luftballons und Halligalli.