Dienstag, Juni 28, 2005

Mittsommer – Juhannus - Litha

Eigentlich war ja schon am Dienstag der längste Tag des Jahres, aber mitten in der Woche ist ja schlecht zum Feiern. Und deshalb wird in Finnland Mittsommer einfach auf das direkt nachfolgende Wochenende gelegt. Überhaupt wird hier in Finnland die Welt angehalten nur um gebührend Juhannus zu feiern. An Freitagmittag fahren keine Busse mehr und dass, wie wir zu unserem Leidwesen erfahren mussten, bis Sonntag.

Hier mal kurz ein bisschen geschichtlicher Hintergrund zu den Feiern an Mittsommer.

In vielen Ländern Europas feiert man das Johannisfest als Gedenkfest der Geburt Johannes des Täufers. Und hier in Finnland feiert man eben auch den Einbruch des Sommers. Nach dem langen, kalten und dunklen Winter ist jeder Finne froh, wenn die Tage wieder länger werden. Und das wird eben gefeiert. Der ganze Campingplatz war, wie es Tradition ist mit frischen Birkenzweigen geschmückt. Manche hatten bunte Wiesenblumensträuße gesammelt und damit ihren Stellplatz dekoriert.



Wiesenstrauß

Das Fest hat seinen Ursprung in einem alten Fruchtbarkeitskult zur Sommersonnenwende. Das Juhannuskokko (kokko=Feuer) ist eine uralte Tradition, mit der der Jahreslauf und die helle Nacht gefeiert werden und böse Geister ferngehalten werden sollen. Dieser Brauch war anfangs nur in Ostfinnland üblich, aber heute werden überall in Finnland Johannisfeuer abgebrannt. Lohende Johannisfeuer an Gewässern, Mädchen in Nationaltracht, weiße borkige Birken und weißblaue finnische Flaggen gehören zur Ideallandschaft des Johannisfests.

Ok, Mädels in Tracht gab es bei uns auf dem Campingplatz eigentlich keine, aber man hat den Finnen angemerkt dass es ihnen wichtig war diesen Tag gebührend zu feiern. Der Tag ist auch äußerst beliebt bei jungen Paaren, die sich das Ja-Wort geben wollen. Die Kirchen und Kapellen sind an diesem Tag schon lange im Voraus ausgebucht. Und damit „Frau“ sich auch sicher sein kann den „Richtigen“ zu heiraten, gibt es noch ein Juhannusbrauch.

Einer alten Tradition gemäß, sammeln in dieser Nacht die unverheirateten jungen Mädchen sieben verschiedene Blumen, die sie unter ihr Kopfkissen legen. In der Nacht sollen sie dann von ihrem zukünftigen Ehemann träumen. Auf einer anderen Seite habe ich gelesen, dass die Blumen zudem noch von sieben verschiedenen Wiesen stammen müssen.

Juhannus ist nach Weihnachten der wichtigste Feiertag im Land. Die Städte sind wie ausgestorben, weil es jeden aufs Land zieht. Und wenn möglich dann mit der kompletten Familie ins eigene Mökki am See. Es gibt aber auch andere Alternativen. Vorwiegend für Jugendliche werden in Rauma, Virrat und Vaasa riesige Rockfestivals organisiert. Aber da dort vorwiegend finnische Rockbands auftreten und wir sowieso eher was Idyllisches für Mittsommer gesucht haben, zog es uns eben aufs Land zum Campen.

Am Freitag ging sie los unsere Reise zu unserem Campingplatz auf dem wir Juhannus verbringen wollten. Mit dem Bummelzug Richtung Lahti. Unterwegs in Lappila hat uns Lasse dann beim kurzen Zwischenstopp das Zelt an den Zug gebracht. In Lahti angekommen hieß es erstmal voll bepackt Richtung Marktplatz laufen. Dort hat uns der Busfahrer dann mitgeteilt, dass der Bus den wir laut Campingplatzinfo nehmen sollten, nur bis zwei Kilometer vor den Campinglatz fährt. Glücklicherweise konnte er uns aber einen nennen, der direkt bis an den Eingang fuhr. Also ging es dann mit eben diesem Bus ne knappe Stunde lang weiter Richtung Messilä.


Bei unserm kurzen Spaziergang durch Lahti haben wir festgestellt, dass es auch hier ganz schön ist, und dass wir hierher auch mal einen Ausflug unternehmen müssen. Wahrzeichen der Stadt sind die Skisprunganlagen. Auf ihnen werden seit 1923 die berühmten Lahti-Winterspiele ausgetragen. Außerdem haben wir am Sonntag erfahren, dass Janne Ahonen auch in Lahti wohnt.

Das Zelt war dann leider Gottes alles andere als ich es von meinen eigenen gewohnt war. Es erinnerte mich schwer an das Vorzelt von unserer Stopfkugel (unser erster geliebter Wohnwagen). Von modernen Wasser abweisenden Materialen weit entfernt. Auch gab es kein Fiberglasgestänge, sondern nur leicht gebogene und an den Endstücken verbogene Metallstangen. Aber Lasse hatte Gott sei dank vorgesorgt und uns noch ein Stück Bauplane eingepackt, falls es zu regnen beginnen sollte. War auch gut so.


Unser Zelt

Nach einigen Mühen haben wir es aber dann doch geschafft mit vereinten Kräften das Urzeitiglu aufzubauen. Nach getaner Arbeit haben wir uns erstmal ein bisschen gesonnt. Und als wir da so in der Sonne auf unseren Isomatten sitzen, kommt unser Nachbar Timo zu uns rüber und hat uns zwei Flaschen „Otto“ geschenkt. Das ist so ein Longdrink den sie hier gerne trinken. Nett, oder? Er meinte wir bräuchten doch was typisch Finnisches. Vielleicht hat ihn ja unsere typisch deutsche Dosenlyoner irritiert, die es bei uns zum Abendessen gab.



Die gute Dosenlyoner von daheim!!

Danach kam dann noch seine Schwester bei uns vorbei. Die war äußerst gesprächig, aber das ist laut ihrer Aussage für Finnen aus dem karelischen Teil Finnlands äußerst normal. Sie hat dann auch gemeint, dass wir sobald wir Probleme mit irgendwelchen besoffenen Finnen haben, einfach nur nach Timo brüllen müssen. Er wäre unser Bodyguard. Das zeigt wieder einmal mehr wie freundlich die Finnen sind.

Aber das waren nicht die einzigen, die wir kennen gelernt haben. Am Hafen wollten wir ein
Foto von uns mit dem Sonnenuntergang im Hintergrund. Der nächstbeste war Markko, der Diana ins Wasser werfen wollte, und dass obwohl sie ihre Kamera um den Hals hatte. Wir konnten ihn dann doch noch davon abhalten. Er war halt auch schon wie die meisten etwas angetütelt. Auf die Bilder bin ich auf alle Fälle gespannt.



Holzhaufen

Um 23 Uhr wurde das „Kokko“ dass direkt am Strand aufgeschichtet war dann endlich entzündet. Schon ein imposanter Anblick, so ein großes Feuer und das in der schönen Kulisse.














Dahinter der Sonnenuntergang und vorbeiziehende Boote. Wir konnten uns nicht bremsen und haben das Feuer ungefähr 5mal aus jeder Perspektive abgelichtet. Ihr könnt die Ergebnisse ja dann im neuen Fotoalbum auf meiner Homepage betrachten.










Nach dem Feuer sind wir dann noch auf den extra hergerichteten Tanzboden. Auch etwas typisch Finnisches zu Juhannus. Der Sommer, das Johannisfest und lavatanssit gehören zusammen. Im Zelt vor der Scheune haben wir dann noch eine Finnin kennen gelernt, die jetzt dann für ein halbes Jahr nach Köndringen bei Freiburg in ner Gastfamilie ist. Zuerst wollten wir ja nicht in die Scheune rein. Denn bei den Finnen gibt es eine Regel. Wird man zum Tanz aufgefordert darf man nicht nein sagen. Erst nach zweimal tanzen oder so. Aber wir wollten uns die schnuckelig hergerichtete Scheune, die mit Lampions und natürlich Birkenreisig geschmückt war dann doch nicht entgehen lassen.


Tanzboden

Und nach nicht langer Zeit wurden wir natürlich von ein paar angelabert. Aber sie waren ganz nett. Ich bin mit ihnen dann noch zum Strand runter, während Diana sich mit Markko fest gequatscht hatte. Später haben wir dann am Lagerfeuer die berühmte Streitfrage diskutiert, dass finnische Würste eklig sind und deutsche besser schmecken. Außerdem konnten wir uns auch nicht einigen ob jetzt Deutsch oder Finnisch schwerer zu erlernen sind. Gegen drei sind wir dann in unsere Schlafsäcke gekrochen.

Am Samstagmorgen wurde ich noch wach, weil es mir im Schlafsack zu warm wurde und ne Stunde später hat es angefangen zu regnen. Und es hat auch leider den ganzen Tag bis abends nichts anderes mehr gemacht. Die Folie die wir mit hatten, deckte leider nur ungenügend das Zelt ab, so dass wir bald nasse Füße bekamen. Am Campingplatz haben wir dann noch ne zweite Plane organisiert und im Zelt Plastikbecher aufgestellt um das Wasser zu sammeln.


undichtes Zelt

Gegen Abend hatte das Wetter aber dann doch Erbarmen, so dass wir uns nicht nach einer Schlafalternative umsehen mussten. Am Sonntag sind wir früh raus, haben das Zelt das fast wieder getrocknet war abgebaut und alles zusammen gepackt. Auf einen Bus haben wir dann aber leider vergebens gewartet. Aber unser Nachbar Timo war so nett und hat uns nach ner Stunde warten aufgelesen und nach Lahti zum Bahnhof gebracht.

Also alles in allem hatten wir, abgesehen vom Regen ein richtig schönes beschauliches Juhannus erlebt. Nur zu empfehlen für alle die es mal in den Norden zieht.

Hier habe ich noch ein kleines Schmankerl. Beim Stöbern im Internet bin ich auch auf einige Seiten von so genannten modernen Hexen gestoßen, für die Mittsommer auch eine besondere Bedeutung hat. Und da hab ich ein Rezept für „Mittsommer-Met“ entdeckt:

Mittsommer-Met

  • 4 Liter Wasser
  • 1 Tasse Mädesüß Gewürz
  • 1 Tasse Waldmeister
  • 1 Tasse Heidekrautblüten
  • 3 Gewürznelken
  • 1 Tasse Honig
  • 1/4 Tasse Braunzucker
  • 1 Tasse Starkbier
  • 30 g Brauerei-Hefe

Gieß das Wasser in ein großes Gefäß. Bring es zum Kochen, füge Mädesüß Gewürz, Waldmeister, Heidekrautblüten und die Nelken hinzu. Koch das Ganze eine Stunde lang, dann gib Honig, Braunzucker und das Starkbier dazu.
Rühre es dreißigmal im Uhrzeigersinn um, dann nimm es vom Feuer.

Filtere das Gebräu und lass den Met auf Raumtemperatur abkühlen. Rühre dann die Brauerei-Hefe ein und bedecke die Brühe mit einem Geschirrtuch. Lass sie für einen Tag und eine Nacht stehen. Dann filtere sie noch einmal und fülle sie in Flaschen ab. Bewahre sie zum baldigen Verzehr an einem kühlen Ort auf.




Der Mittsommer-Met kann natürlich auch an anderen Sabbaten und Esbats getrunken werden, doch schmeckt er an der Sommersonnenwende am besten.

Montag, Juni 27, 2005

Zwei echte Sergejew…

Ja es ist soweit, auch wenn wir noch gar nicht damit gerechnet haben. Katrin hat es irgendwie geschafft zwischen Koffer packen, Flüge umbuchen und Fähre buchen. Und zwar hat sie für ihre Lederkollektion Siebdruckrahmen erstellt, mit denen die verschiedenen Modelle bedruckt wurden. Das schwarze Leder mit weiß und gelb. Und das weiße Leder entsprechend schwarz und gelb. Für die Herrenmodelle waren es einfache Linien und für die Damenkollektion der grafische Abdruck einer Frauengestalt.

Probeweise hatte Katrin sich ein T-Shirt bedruckt. Und das sah so gut aus dass wir auch nen echten Sergejew wollten. Und den Wunsch hat sie uns dann noch schnell vor ihrer Abreise letzen Freitag erfüllt. Die Drucke müssen jetzt nur noch durch heißes Bügeln fixiert werden und dann können wir unsere Designerstücke ausführen.

Noch mal dickes Dankeschön an Katrin, dass sie die T-Shirts trotz dem Stress, den sie vor ihrer Abreise hatte, noch fertig gemacht hat. Und wer weiß, vielleicht haben wir ja mal was richtig wertvolles, wenn Katrins Modelle dann die Laufstege in Mailand erobern. Ich hab da ja keine Bedenken und drück ihr auf alle Fälle die Daumen.

Donnerstag, Juni 23, 2005

13 kleine Negerlein…

Ja ja wir werden immer weniger. Jetzt haben uns zu guter Letzt auch noch Monique und Katrin verlassen. Am Donnerstag den 23. Juni sind wir aber noch alle was miteinander trinken gewesen. Die zwei wussten von einem Pub in dem an bestimmten Tagen der Cider nur zwei Euro kostet. Diana und Katrin haben das gleich ausgekostet und jede fünf getrunken. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung. Aber ich muss sagen ich komm auch allmählich auf den Geschmack. Gut gekühlt ist so ein Cider was richtig lecker Erfrischendes.


Die ersten leeren Gläser ...


Jetzt sind nur noch Itzel, Alex und wir zwei übrig. Aber Katrin kommt ja wieder. Leider sind wir da schon wieder zu Hause. Aber das heißt ja nicht, dass wir sie nicht mal auf ne kurze Stippvisite besuchen kommen können. Sie hat sich entschlossen hier in Finnland ein Doppeldiplom zu machen und kommt in 6 Wochen wieder zurück nach Finnland bis Juni nächstes Jahr. Monique macht ihr Diplom daheim in Schneeberg.







Als kleines Andenken an Finnland haben wir ihnen zwei kleine Plüschbären in den Farben Finnlands geschenkt. Für nen Kuchen war keine Zeit mehr. Jetzt sind wir die nächsten die Finnland verlassen, denn Alex bleibt bis Ende August. Dem sagt dann wahrscheinlich niemand mehr „ Moi, Moi“, außer natürlich Antti und Co.


Antti mit seiner Freundin

Montag, Juni 20, 2005

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Ja er hat den Weg jetzt auch zu uns in den hohen Norden gefunden. Es ist zwar nicht so heiß wie bei euch daheim, aber beim Laufen wird’s einem jetzt schon ganz gehörig warm. Und das schöne ist, ich kann bei dem guten Wetter jetzt jeden Tag laufen gehen. Bin sogar schon ein bisschen braun geworden.

Und toi, toi, toi trotz Sommer kaum Heuschnupfenprobleme. Hier blüht zwar auch alles um uns rum, aber kaum die Gräser gegen die ich allergisch bin. Und weil heute auch so schön die Sonne scheint, habe ich es mir mit meinem Laptop auf dem Balkon gemütlich gemacht. Wir sind zwar auf der Nordseite und bekommen so hier kaum Sonne ab, aber ich kann an der frischen Luft sein und trotzdem was arbeiten. ;-))


mein balkonplatz

Und da sitz ich jetzt auf meiner Isomatte mit buntem Obstteller zum Knabbern.

Es hat als so um die 24°, das zeigt es zumindest auf der Anzeige am Bahnhof an, aber es fühlt sich um einiges wärmer an. Es kühlt abends aber auch recht schnell wieder ab und so eine laue Sommernacht, wie man sie bei uns erleben kann haben wir hier noch nicht gehabt. Leider! Man packt abends gern die mitgebrachte Jacke aus. aber es ist trotzdem schön. Außerdem kann ich mir gar nicht mehr vorstellen wie wir hier noch vor ein paar Wochen dick eingepackt in Skisocken, Schal, Mütze und Handschuhe draußen rumgelaufen sind mit roten Nasen im Gesicht. Wenn man draußen das ganze schöne knackige Grün sieht, kommen einem die Schneemassen auf den alten Fotos richtig unwirklich vor. Und man bedenke mal den Temperaturunterschied. Im Februar waren es hier so um die -19° und jetzt +25°.


Und um das Sommerfeeling komplett zu machen gehn wir jetzt nach einigen Anlaufschwierig-
keiten zu Mittsommer oder Juhannus, so wie die Finnen ihn nennen, Richtung Lahti zum Zelten. Ich habe von unserem Tutor Lasse ein Zelt organisiert, Schlafsäcke und Isomatte haben wir ja dabei. Am Freitag geht sie los, unsere Landpartie. Hoffentlich gibts auf dem Campingplatz ein schönes Mittsommerfeuer. Der ausführliche Bericht folgt dann natürlich.

Und dann gehts nur noch ein paar Tage, dann kommen über meinen Geburtstag meine Eltern mich besuchen. Und dann sinds grad noch schlappe 4 Wochen und unser Praxissemester hier in Finnland ist beendet. Aber dann heißt es ja noch ne Woche Urlaaaaaaaaaauubbbbbb!!! mit meinem Schatz. Und dann hat mich das Renchtal wieder.

Sonntag, Juni 19, 2005

Thüringen in Finnland

Ja richtig gelesen, ja ich bin noch in Finnland und trotzdem habe ich am Samstag einen Thüringer Abend verlebt. Katrins Eltern sind zurzeit aus Jena zu Besuch hier, und mit Ihnen kam ein ganzes Auto voll mit Leckereien aus Thüringen.


Thüringer auf Grill

Hier mal eine kleine Auswahl:

  • Thüringer Rostbratwürste
  • Thüringer Rostbrätel
  • Born Senf und Ketchup
  • Rotkäppchen Sekt
  • Weißwein


Zum weiterlesen und um ein bißchen mehr über Thüringer Spezialitäten und deren Zubereitung zu lernen:


Dazu gab's Schichtsalat, Nudelsalat, Tomaten, Paprika, Baguette und und und …

Alles war richtig lecker. Katrins Papa war der Grillmeister und ihre Mama hat uns gleich bei unserer Ankunft eine Flasche Sekt geöffnet. Zu dem Rostbräteln gab es dann noch wahlweise Pesto oder so wie im Original abgeschmälzte Zwiebeln.


Rostbrätel

Aus Ermangelung an genügend Stühlen haben sich Diana, Monique und Katrin auf ne kleine alte Holzbank gesetzt. Die hat aber unseren fröhlichen Abend nur in Einzelteilen überlebt, denn als Katrin sich wieder setzen wollte ist die Bank mit allen dreien drauf zusammengekracht.
Da fehlen mir leider noch die Fotos, aber die werden nachgeliefert!!

Also obwohl ich 8 Jahre in einer 5 Sterne Metzgerei gearbeitet habe, so ne gute Wurst habe ich noch nicht gegessen. Das soll jetzt nicht heißen dass es bei Müllers keine guten Würste gibt. Aber so ne Rostbratwurst ist schon was Extrafeines. Bernd könnte ja mal schauen ob er davon ein Rezept auftreibt. Ich werde dann sofort Stammkunde. ;-))

Oben gibt’s ein paar Links sogar mit Rezept!!!!!

Nur als ich mit elf Jahren mit dem Roten Kreuz zum Bundesentscheid in Oberhof war, bin ich schon mal in diesen Genuss gekommen.

Auch Alex unserm Griechen hat´s geschmeckt und auch den Finnen, die eingeladen waren. Der Abend hats sogar geschafft dass Diana wieder ab und zu in ihren Heimatdialekt verfallen ist, obwohl sie den ja erfolgreich zu verdrängen versucht. Mich hat man fälschlicherweise Richtung Schwabenland eingeordnet!! Hab das aber mal richtig gestellt das nicht jeder der süddeutschen Dialekt spricht auch automatisch ein Schwabe ist und das es da doch feine Unterschied zu beachten gibt. Ich sag ja auch nicht das ganz Ostdeutschland sächselt.


alle beisammen

Leider ging unser Zug schon wieder um 23.50 und so mussten wir die feuchtfröhliche Runde verlassen. Aber als ich daheim in unserer Bude war hat’s mich dann auch bald ins Bett getrieben. Könnte vielleicht an den 3 Gläsern Rotkäppchensekt und dem halben Glas Wein gelegen haben. ;-))



Sonntag, Juni 12, 2005

Abschiedsparty für Aaron

Ja es ist soweit. Tröpfchenweise löst sich hier unsere Mannschaft hier nun langsam aber sicher auf. Erst hat es unsere beiden Tschechen Itka und Woita Richtung Heimat gezogen, danach folgte Laurie die zurück nach England ging.



die ganze Truppe

Und jetzt war es an Aaron, unserem spanischen Kasper, die Koffer zu packen. Wir konnten ihn natürlich nicht ohne gebührende Abschiedsparty losziehen lassen. Am Samstag dem 11. Juni hieß es deshalb Feuer frei und Grill an. Wir haben beschlossen in dem herrlichen Garten von Moniques und Katrins Haus zu grillen. Jeder hat was mitgebracht. Und weil es ja ne Abschiedsparty war haben wir uns nicht lumpen lassen und sogar noch einen leckerfeinen Butterkuchen mitgebracht.








ja wir wollen auch ein Stück

Den habe ich am Samstagmorgen noch fix nach unserm Einkaufsmarsch gebacken. Und weil es ja ein Abschiedskuchen war, habe ich noch aus Backpapier ein paar Cornets gerollt, Schokolade geschmolzen und auf den Kuchen „Goodbye Aaron“ drauf geschrieben. Zum Glück habe ich nen gelernten Konditor zum Freund, der mir das an Weihnachten noch mal erklärt hat. Aber mein Papa hat mir das ja auch schon mal beigebracht.







Mit dem Zug ging es dann abends nach Hämeenlinna. Die andern waren auch schon mächtig fleißig. Es gab Spieße aus Lihapulla (Fleischbällchen), eingelegtem Knoblauch und Paprika. Außerdem hat Alex griechische Bifteki mitgebracht. Es war so ein richtiges Multikultigrillen.




Lihapullaspiesse

Gegen später ist es dann leider zugezogen und wir mussten uns in die Küche verkrümeln. Dort ging es dann weiter mit „Wodka Ahoi“. Wir haben von Deutschland extra ein paar Packungen mitgebracht, weil wir ja Lasse und den anderen davon erzählt haben. Ja und der Rest wurde jetzt mit Dianas Wodka vernichtet. Aaron sagte nach jedem Glas nur mit einem Grinsen im Gesicht:“ I like it!“


grins

Andi (Moniques Mann) hat seine Gitarre ausgepackt und schön dazu gespielt. Wir hätten ja sitzen bleiben können, aber Aaron wollte ja noch unbedingt in SIRKUS zum tanzen. Und Katrin hat uns dann schließlich und endlich doch noch überredet. War ja schließlich Aarons letzter Abend mit uns. Um fünf morgens sind wir dann kaputt bei Katrin im Zimmer gelegen und haben zum Einschlafen vom Bett aus noch „Notting Hill“ angekuckt.

Freitag, Juni 10, 2005

Wenn der weiße Flieder wieder blüht …

... sing ich Dir mein schönstes Liebeslied. So hat es bei Willy Fritsch geklungen im gleichnamigen Film mit Magda und Romy Schneider. Na ja zu singen hab ich vorhin nicht angefangen aber ich hab mich gefreut. Diana hat mir nämlich von ihrem Rückweg vom Schwimmbad ein kleines Fliedersträußchen mitgebracht. Und als ich vorhin vom Laufen zurückgekommen bin, stand es auf meinem Schreibtisch und hat wundervoll vor sich hin geduftet.



Flieder


Hier in Riihimäki hat es fast in jedem Garten zumindest einen Fliederstrauch, wenn nicht sogar zwei. Und auf unserm Schulweg oder auf dem Weg ins Schwimmbad duftet es überall danach. Nebenan auf dem Bild seht ihr mein kleines Pflänzchen, dass uns Lasse mal jeder eines geschenkt hat. Er hat unseren eingegangenen Schnittlauch gesehen, und meinte wir können was Grünes vertragen. Ich weiß nur nicht ob es mal ein Orangen- oder Zitronenbaum wird, wenn es groß ist. Es hat mittlerweile schon sein sechstes Blatt bekommen. Aber ich pflege es ja auch liebevoller wie unseren Schnittlauch! ;-))


Orange oder Zitrone, dass ist hier die Frage?

Wenn ich geduldig bin dann kann ich, wenn es in dem Tempo weiter wächst, eventuell in 5 – 6 Jahren die ersten Früchte ernten. Vorausgesetzt es lebt bis dahin noch.


Donnerstag, Juni 09, 2005

Besichtigung von Hämeenlinna

Gestern ging es mit dem Zug nach Hämeenlinna. Wir wollten dort schon seit langem die Festung der Stadt besichtigen. Wem Hämeenlinna jetzt grad nichts sagt hier mal ne kurze Einführung in die Geschichte und Lage der Stadt, in die wir zweimal die Woche für unseren Finnischkurs gefahren sind.

Sie liegt ungefähr 20 Minuten mit dem Zug entfernt von Riihimäki. Hämeenlinna ist die Hauptstadt der Provinz Südfinnland und zudem auch noch die älteste Binnenstadt Finnlands.


Hier hat es ganz viele solcher kleiner Boote

Jean Sibelius der berühmte finnische Komponist ist hier geboren. Man kann sein Geburtshaus besichtigen und die Stadt hat ihrem berühmten Sohn eine Straße, einen kleinen Park inklusive Denkmal gewidmet. Dieses ist allerdings nicht ganz so modern, wie das in Helsinki.


Jean Sibelius Denkmal

In der Schule im Wetterhoffgebäude werden von hoffnungsvollen Jungdesignern aus den Bereichen Mode, Schuhdesign, Keramik und Glas lauter schöne Dinge hergestellt, die dann im angrenzenden Laden verkauft werden. In der Stadt hat es ähnlich wie in Freiburg einen großen Marktplatz und entlang der Haupteinkaufsstraße Linnankatu kann man Sehenswürdigkeiten, Boutiquen und Restaurants finden. Und etwas außerhalb des Zentrums nahe beim Wetterhoffgebäude liegt unser Lieblingscafé „Café Kaneli“. Dort gibt’s die unbeschreiblich guten „Pähkinän särkijä“ was soviel wie Nussknacker heißt. Dabei handelt es sich um minikleine braune Dreiecke aus Schokolade mit Walnüssen ähnlich wie Brownies aber besser. Das Rezept wollte man mir leider nicht verraten. Wäre auch zu schön gewesen.

Und im Internet findet man leider nichts darüber. Lasse kennt die Dinger auch nicht.

Wahrzeichen der Stadt ist die mittelalterliche Backsteinburg. Nach nem kurzen Fußmarsch am Wasser entlang kann man die Burg auch schon sehen. Auf dem Weg dorthin sind am Flussufer ungefähr 70 Angler gesessen, alle beim Angeln mit Schwimmer. Es muss sich dabei wohl um so ne Art Wettbewerb gehandelt haben, denn bei unserm Rückweg von der Burg haben wir alle beim Busparkplatz gesehen. Da wurde dann so glauben wir gewogen. War auf alle Fälle ein lustiger Anblick, das Ufer jeden halben Meter gesäumt von einem Angler in Tarnkluft. Wusste gar nicht dass Fische auf farbige Kleidung reagieren. ;-)





Ein Angler neben dem anderen

Die Burg erhebt sich prächtig auf einem kleinen Hügel direkt am Wasser. Die Hämeburg (schwedisch Tavastehus), ist die zweitgrößte Reichsburg in Finnland. Sie wurde inmitten der Wildnis von Häme errichtet. Im 17. Jahrhundert wuchs um sie herum eine Stadt gleichen Namens. Linna heißt nämlich nichts anderes wie Burg. Der Burgbau selber hat offenbar um 1300 rum begonnen. Die Burg war zu dieser Zeit Bestandteil der Verteidigungslinien gegen Osten.


Die Burg von Hämeenlinna



Aussicht aus einem der Burgfenster


Mit Ausnahme des Erdgeschosses ist die Häme-Burg vollständig aus Backstein gebaut. Damit setzt sie sich von den übrigen Burgen des Landes ab, für die bis Ende des 15. Jahrhunderts Natursteine verwendet wurden. Mit ihrem quadratischen Grundriss und ihrer nahezu kubischen Form ähnelt sie stark den deutschen Ordensburgen, die im Mittelalter in den baltischen Ländern und in Ostpreußen gebaut wurden. Der deutsche Einfluss ist unverkennbar, und auf ihn ist wahrscheinlich auch die Wahl des Baumaterials zurückzuführen - die Backsteine wurden vor Ort von deutschen Handwerkern hergestellt. Die innere Hierarchie der Räume war so organisiert, dass die vornehmsten Räume sich im 1. Stock befanden. Der quadratförmige Burghof hatte einen externen Laubengang in Höhe des 1. Stocks, von dem man durch ornierte Backsteinportale Zutritt zu allen Räumen hatte. Der Laubengang ist wiederhergestellt und die Portale sind restauriert worden.


Burg von hinten



gemütliches Burgzimmer

Im Innern der Burg die stellenweise auch völlig modern renoviert wurde gibt’s eine Ausstellung über fünfzig Jahre Mode und ihre Wandlung im Laufe der Zeit. Dort kann man Hochzeitskleider aus der Zarenzeit bewundern, Abendkleider aus den „Goldenen Zwanzigern“ oder ein Kleid einer Debütantin samt Accessoires. Hab ohne Ende Bilder gemacht, Die könnt ihr euch gerne im Fotoalbum zu unserm Ausflug auf meiner Homepage wieder anschauen.


Kleid aus der Zarenzeit


Ein paar Räume weiter hinten gab es dann eine Ausstellung zur Entstehung der Burg und über das Mittelalter im Algemeinen. Die Ausstellung zeigte alte Werkzeuge, Schmuckstücke und Baumaterialien aus der Zeit. Aber am besten fand ich immer noch die Burg an sich und ihre verwinkelten Räume. Über kleine Geheimgänge, von denen glücklicherweise nur ein paar gesperrt waren, konnte man von einem Raum in den anderen ohne die Hauptwege benutzen zu müssen. Wahrscheinlich sind über diese Wege früher die heimlichen Geliebten zu später Nachtstunde gekommen und auch wieder verschwunden. Man hat außerdem ganz schnell die Orientierung verloren, weil man je nach dem auch über kleine Treppen hintenrum zum nächsten Stockwerk geführt wurde. Kam mir vor wie in so nem Mittelalterroman, wie ich sie hier einen nach dem anderen verschlinge.




Ausstellung über die Entstehung der Burg und das Gebiet Häme




der schmale Weg hinauf zum Plumpsklo


Nach ausführlicher Burgbesichtigung ging’s zurück in die Stadt. Dort haben wir uns im Supermarkt mit lecker Obst eingedeckt und sind zu unserm Lieblingsplatz am See geschlendert. Dort am Steg haben wir uns immer in die Sonne gelegt, sofern welche da war, um auf den Beginn des Unterrichts zu warten. Um vier haben wir uns dann noch mit Katrin und Monique zum Kaffee getroffen und dann ging’s zurück nach Riihimäki.


schwimmende Cafés an unserm Lieblingsplatz

Und weil das Wetter so schön war hat es uns noch nach draußen verschlagen um ne Runde zu laufen. War richtig schön so an der frischen Luft. Aber den Weg ins Bett hab ich auch gestern nicht gefunden. Hab dafür aber ein paar Fotos gemacht um 3.30 Uhr um euch mal zu zeigen wie dunkel bzw. hell es bei uns in der Nacht ist. Bin und bleibe halt ne Nachteule. ;-))

Montag, Juni 06, 2005

Nie mehr Sprudel schleppen

Ach ist das schön. Am Sonntag Morgen hat mein Handy gepiepst und mich aus meinem morgendlichen Halbschlaf geholt. Es war Lasse. Er wollte wissen, ob wir irgendetwas aus dem Lidl benötigen, wofür es ein Auto braucht. Ja klar. Das war unsere Chance endlich Sprudel in rauen Mengen einkaufen zu können, ohne ihn ne halbe Stunde auf dem Rücken heim schleppen zu müssen. Gesagt getan ab in Lidl und mal 30 Flaschen Wasser á 1,5 l gekauft. Das reicht jetzt bis meine Eltern kommen und dann wird da mit dem Mietwagen der nächste Sprudel gekauft, und dann geht’s ja auch schon bald nach Hause.

Als kleines Dankeschön habe wir Lasse dann mit einem feinen Frühstück verköstigt. Er konnte sich dann beim Fernsehschauen von den Blessuren seiner Karateprüfung erholen. Er hatte nämlich am Sonntag seine Prüfung für den 6. Kyu (den grünen Gürtel) im Karate, und musste einiges einstecken. Aber er hat bestanden.











Samstag, Juni 04, 2005

Petri Heil am Mökki

Am Freitag hatte uns Lasse netterweise auf das Mökki seiner Eltern eingeladen.
Wir waren ja vorgewarnt von ihm, dass wir uns auf einen Abend ohne Strom und ohne fließend Wasser einrichten müssen, weil das Mökki noch eins der alten sei.

Tuomas hat uns kurz vor halb fünf abgeholt. Zusammen sind wir dann mit dem Zug nach Lapilla, wo uns Lasse abgeholt hat. Mit dem Wagen ging es nach noch 10 Minuten weiter Richtung See. Am Mökki angekommen brannte da schon das Feuer im selbst zusammen gezimmerten Grill, denn wir waren ja auf ein Barbeque verabredet. Da uns die finnischen Würste ja nicht schmecken sind wir heut morgen extra noch zum Lidl gelaufen um ein paar Nürnberger Rostbratwürste zu kaufen. Ach wie schön das es Lidl gibt.


Würstchen

Außerdem wollten Lasse und Tuomas ja schließlich auch mal deutsche Würste testen, nachdem wir ihnen schon so oft in den Ohren gelegen sind, dass sie doch soviel besser wie die finnischen schmecken. Lasse haben wir ja jetzt wenigstens soweit überzeugt, dass er zugeben kann, dass auch deutsche Würste schmecken. Aber Tuomas hat jetzt nicht gerade mit Begeisterung drauf rumgekaut. Dafür mochte er den deutschen Senf.


Tuomas und Lasse

Auch wir haben einen zweiten Versuch gewagt mit den finnischen Würsten, denn Lasse hatte welche gekauft die sage und schreibe 74% Fleisch enthalten haben. Und jetzt festhalten es gibt hier nämlich auch Klasse B – Würste die gerade mal 16% Fleisch enthalten. Bei dieser Zahl kann man sich vorstellen wie sie schmecken. Und das waren glaub ich genau solche, wie wir sie das erste Mal bei unserm Outdoorwochenende in Evo bekommen haben. Da soll man mal keine Abscheu entwickeln. Wenn mal in ner Wurst mehr Mehl und sonst was, wie Fleisch ist dann ist doch etwas schief gelaufen, oder? Aber dafür gab's als Dessert gegrillte Banane mit Schokofüllung. Das war lecker, aber seht selbst auf dem Foto.


Gegrillte Banane

Nach erfolgreichem Würstchen grillen ging’s dann mit dem Ruderboot raus auf den See zum Angeln. Und die Übungsstunden zu Hause auf dem Trockenen haben sich auch gleich bezahlt gemacht. (Dank an Papa ;-) ). Nach 20 min hab ich meinen ersten Hecht aus dem See gezogen. Gezappelt hat es wie ein großer, war dann leider aber nur so ein 15 cm Mini den wir wieder rein geworfen haben. 10 min später hing der Doofi das zweite Mal an meinem Haken.


Entenfamilie

Wie kann man sich nur zweimal im selben Blinker verbeißen. Jetzt hat er halt gleich die Löcher von zwei Mal piercen im Maul. Dann ging’s gemächlich weiter auf dem See und ne Weile später hat es zum dritten Mal an meiner Leine gezappelt. Dieses Mal waren es so ungefähr 20 Zentimeter Hecht an meiner Leine. Ihm haben wir aber auch wieder die Freiheit geschenkt. Satt waren wir ja schon. Und dann als es sich endlich rentiert hätte war ich vielleicht ein kleines bisschen zu langsam und die Angel zu schwach. Denn als endlich was Großes an meiner Angel gezappelt hat, war die Schnur vorne so blöd am Bug rum das ich nicht richtig anziehen konnte, und der Fisch unterm Boot durchgeschwommen ist. So konnte er sich vom Haken lösen und wir haben in die Röhre gekuckt. (So hat mir das zumindest Lasse erklärt)

Aber ich komme wieder!! Wie sagt Arnie so schön: I´ll be back!!

Hab ja schließlich schon Mal nen großen Hecht mit 14 am Faaker See im Sommerurlaub gefangen. War zwar mit seinen 55 cm fünf cm unter dem Schonmaß, aber das haben wir nicht so eng gesehen und ihn trotzdem rausgezogen. Aber gegessen hab ich nix davon.

Tuomas hat dann am Schluss noch einen in der Größe von meinem dritten gefangen, aber er konnte in nicht mehr zurück werfen, weil er sich so dermaßen im Blinker verbissen hatte. Wir haben ihn dann mit ans Ufer gezogen. Tuomas in der Hoffnung, dass ein Riesenfisch ihn als Köder erkennt. War dann aber leider nicht so.



Hauki (Hecht) am Haken leider nur der von Tuomas

Wir haben uns dann ins innere des Mökkis verkrümelt, wo dann in der Küche der Ofen und die Sauna angeheizt wurden. Ja richtig gelesen Sauna. Und wenn das Mökki noch so alt ist, eine Sauna muss sein. Wir hatten aber leider keine Handtücher mit und haben diesmal auf Sauna verzichtet und gelesen. Die beiden sind hinterher sogar noch in den See, aber es war wohl noch etwas frisch. Könnte man zumindest aus dem Gekreische von Lasse schließen, als er kopfüber hinein gesprungen ist.

Und ich weiß jetzt auch warum es in vielen Mökkis gar keinen Strom gibt. Die brauchen das einfach nicht. Wir sind um 23 Uhr immer noch nur bei ein bisschen Kerzenschein und Tageslicht dagesessen. Das ist was wirklich Beeindruckendes hier. Es ist jetzt vielleicht höchstens noch drei Stunden nachts etwas dunkler, aber auch dann nicht richtig finstere Nacht. Man kann immer noch am Horizont nen hellgelben mit blau vermischten Streifen erkennen. Das schlimme daran ist nur, ich find keinen Abend den Weg ins Bett, weil man ja immer meint ist ja noch früh, weil es so hell ist.


Im Innern des Mökkis

Wir haben dann noch ein bisschen Karten gespielt und kurz vor zwölf ging es dann zurück nach Riihimäki. Tuomas und Lasse haben dann noch Wodka Ahoi probiert. Wir haben extra Ahoibrause von zu Hause mitgebracht. Hat sie aber nicht sonderlich beeindruckt. Um eins bin ich dann abgezwitschert, weil ich müde war.

Aber alles in allem war es ein richtig schöner Ausflug. Hätten wir am Anfang nicht gedacht.

Also ich glaub so ein Mökki ist ne richtig schöne Möglichkeit seinen Akku wieder aufzutanken. Einfach die Idylle genießen und relaxen. Es ist auch beeindruckend zu sehen wie plötzlich fünf Schwäne über einen hinweg fliegen. –bin mir vorgekommen, wie in Nils Holgerson. Bin jetzt umso mehr gespannt auf unseren Urlaub im Mökki. Aber ich bin trotzdem froh dass wir eins mit Dusche, Strom und fließend Wasser gebucht haben.



Die pure Idylle