Tampere
Tampere ist eine faszinierende Großstadt, die durch ihre Lage zwischen zwei Seen jedoch die Vorzüge einer Kleinstadt genießt. Hier ist alles bequem zu Fuß erreichbar und genauso haben wir die Stadt bei unserem zweiten Besuch am 12. März auch erkundet.
Blick auf die Stromschnellen
Mit dem Zug ist man nach einer Stunde Fahrtzeit von Riihimäki dort angekommen. An diesem Wochenende war in Tampere das berühmte Kurzfilmfestival für welches die Stadt weit über ihre Grenzen hinaus bekannt ist. Das Festprogramm des 35. Jubiläums setzte sich zusammen aus einem erstklassigen nationalen und internationalen Filmwettbewerb, buntem Spezialprogramm sowie diversen Veranstaltungen.
Na ja wir sind nicht ganz dieser Meinung. Die zweistündige Vorführung des internationalen Wettbewerbs hat uns jezt nicht gerade von den Sitzen gerissen, im Gegenteil ich hab ein bißchen gedöst. Na ja was solls!
Allerdings beeindruckend war das Gebäude gegenüber. In Tampere gibt es viele alte Backsteinbauten, ehemalige Fabrikgebäude die heute leicht umgebaut viele Restaurants , Cafés und Läden beinhalten. Die Gebäude stammen so aus der Zeit um 1800 als in Finnland die Industrialisierung begann.
Blick auf das "Finlayson"-Gebäude
Gegnüber des Kinos liegt das Finlayson Gebäude, eine ehemalige Baumwollfabrik, von schottischen Einwanderern 1820 gegründet. Auf diesem Gelände befinden sich zum Beispiel das Dampfmaschinenmuseum, das Medienmuseum, die Grafikwerkstatt Himmelblau und das Spionagemusseum um nur einige zu nennen. Außerdem unzählige Restaurants, Kneipen und Cafés.
Hier seht Ihr einige Impressionen aus dem Finlayson Gebäude
Eine ganz besondere Kneipe ist das "Plevna" . Es befindet sich in der alten Weberei von Finlayson und verwöhnt schon seit 10 Jahren Freunde des guten Essens und Biers. Die eigene Brauerei im Herzen des Restaurants braut 12 verschiedene Biersorten sowie drei Cidres nach alter Tradition. Sogar Hefeweizen nach deutscher Brauart bekommt man hier. Einfach auf den Link klicken für näher Informationen, die Homepage gibt es nämlich auch auf deutsch.
"Plevna", das finnische Gegenstück vom Hofbräuhaus
In dem Spionagemuseum erfährt man die ganze Geschichte der Spionage im In- und Ausland, kann alles über berühmte Spitzenagenten erfahren und auch selbst einen Agententest machen. Wir haben us mit dem bloßen anschauen begnügt . Wer wissen will wie Mata Hari zu ihrem geheimnisvolen Job kam oder mit welchen Methoden die Stasi früher ihre Opfer bespitzelt hat, ist hier genau richtig. Es ist übrigens das weltweit einzige Museum dieser Art.
Plakat am Eingang des Spionagemuseums
Nach soviel Kultur hat es uns dann noch ein bißchen an die frische Luft gezogen. Wie bereits oben erwähnt liegt Tampere zwischen zwei Seen, dem Näsijärvi und dem Pyhäjärvi. Oben am Näsijärvi liegt auch der Särkänniemi, Finnlands vielseitigster Erlebnispark. Bei unserem Spaziergang dorthin lag aber alles im Winterschlaf. Das Angebot reicht im Sommer aber von 35 Fahrgeschäften bis zu moderner Kunst, von der Unterwasserwelt bis ins All sowie von leckeren Snacks bis zu à la carte Menüs. Es gibt zudem auf dem Parkgelände einen Aussichtsturm, mit 168 m der höchste in ganz Finnland. Von dort hat man den schönsten Blick auf die schimmernde Seenlandschaft von Tampere.














